Archiv der Kategorie: linux

Linux – Ubuntu

MySQL root-Passwort vergessen?

Passend zum heißesten Tag des Jahres, gibt es einen Kurztipp für eine Situation, in der es einem auch ganz schön warm werden kann.

MySQL Passwort vergessen

Mal gesetzt den Fall, man vergißt oder verbummelt sein MySQL root-Passwort. Passiert euch nicht? Ok, dann sagen wir einfach, $haustier hats gefressen ;). Was dann? Ganz einfach, Terminal auf, und los gehts:

  1. sudo /etc/init.d/mysql stop # Stoppen des MySQL-Server-Prozesses
  2.  
  3. sudo mysqld_safe --skip-grant-tables # MySQL-Server ohne Zugangsdatentabelle starten
  4.  
  5. # In einem neuen Terminal dann
  6. mysql --user=root mysql # Als root am MySQL-Server anmelden
  7.  
  8. update user set Password=PASSWORD('hier-neues-passwort-hin') where user='root'; # neues Passwort setzen
  9.  
  10. flush privileges; # neuladen der Benutzertabellen
  11.  
  12. exit; # MySQL Kommandozeile verlassen

Dann zurück ins alte Terminal und den MySQL-Prozeß stoppen und anschließend den Server inklusive Benutzertabellen neu starten

  1. sudo /etc/init.d/mysql start

Anschließend das neue Passwort nicht wieder vergessen und fertig...fast zu einfach, oder?

Was steht bei euch heute an? Schwitzen am Schreibtisch? Oder twittern aus dem Freibad? Ich "wähle" Tor 1 :/

Quake Live unter Linux

Quake Live

Wer das hier auch haben möchte,


YouTube Link: Quake Live

geht einfach unter Linux auf http://www.quakelive.com, meldet sich dort an, installiert das angebotene Firefox-Plugin (leider bisher nur bis Firefox 3.0.x) und legt los. Empfohlen wird zwar eine GeForce Grafikkarte, aber auf einer integrierten Intel-Grafik (getestet mit GMA 4500MHD) lässt dich das ganze durchaus auch spielen.

Feine Sache das! (Funktioniert übrigens auch unter Mac und Windows)

via [aptgetupdate.de]

Bilder von (kaputter) Speicherkarte wiederherstellen

Broken SD-CardAus aktuellem Anlass:
Wenn eure Kamera sagt, das sie die Speicherkarte nicht mehr lesen kann, und auch Windows nicht mehr auf die Karte zugreifen kann, lohnt es sich ein Linux im Haus zu haben.
In meinem Fall war schlicht die Partitionstabelle unwiederherstellbar verschwunden. Dank dem kleinen Programm PhotoRec, war es aber trotzdem möglich alle Bilder und Videos zu retten.

Folgendes Vorgehen würde ich dafür empfehlen:

  1. Gerätedatei der Speicherkarte herausfinden:
    1. sudo fdisk -l

    Dabei wird sich wahrscheinlich ein Gerätename wie '/dev/mmcblk0' zeigen, falls nicht hilft auch ein Blick ins syslog

  2. Ein Image der Speicherkarte erstellen (das sollte bei allen Datenrettungsversuchen, egal ob Speicherkarte oder Festplatte, immer gemacht werden):
    1. sudo apt-get install ddrescue
    2. sudo dd_rescue /dev/mmcblk0 mmcblk0.img

    Hierbei natürlich die Gerätedatei anpassen.

  3. Dateien aus dem Image extrahieren:
    Photorec befindet sich im Paket 'testdisk'

    1. sudo apt-get install testdisk
    2. sudo photorec mmcblk0.img

    Weitere Optionen für photorec erhält man nach Eingabe von 'man photorec' und anschließendem Druck auf Enter

  4. Gerettete Dateien befinden sich im Verzeichnis 'recup_dir.1' (oder ähnlich)

Um die Karte anschließend wieder benutzbar zu machen, setzt man diese einfach in die Kamera ein und formatiert sie über die Menüfunktion der Kamera.

PS: Bei Speicherkarten, die aussehen, wie die oben im Bild, könnte es mit der Datenrettung eventuell etwas schwierig werden 😉

Bild: flickr

Neues KDE 4.3 Theme unter KDE 4.2 installieren

KDE 4 Air Theme ScreenshotDas neue Theme für KDE4 das mit der Version 4.3 Einzug finden wird und den schönen Namen "Air" trägt, kann jetzt über das KDE SVN bezogen werden. Dann machen wir das doch direkt mal, sieht nämlich ziemich gut aus 😉

Also:

Wer es nicht schon hat muss vorher subversion installieren:

  1. sudo apt-get install subversion
  2.  
  3. cd ~/.kde/share/apps/desktoptheme/
  4.  
  5. svn co svn://anonsvn.kde.org/home/kde/trunk/KDE/kdebase/runtime/desktoptheme/air

Dann sollte das Theme in den Arbeitsflächen Einstellungen (Rechtsklick auf den Desktop->Einstellungen zum Erscheinungsbild) zu finden sein. Aber Vorsicht wer KDE4 auf Deutsch einsetzt: Hier heißt das Theme nicht "Air" im Auswahldialog, sondern "Luft". Entschuldigung, aber, Schwachsinn?!? Egal, funktioniert und sieht gut aus, viel Spaß damit!

via [Czessi::Blog]

Lighttpd mit vHosts unter Ubuntu Hardy

Seit einiger Zeit tendiere ich dazu Lighttpd dem guten alten Apachen vorzuziehen. Hauptgrund dafür ist aber weniger die immer wieder hervorgehobene bessere Performance (nicht umsonst setzen z.B. YouTube und MySpace auf den Ultraleichtflieger), sondern das mir die Konfiguration einfach etwas unkomplizierter erscheint als beim, vielleicht etwas mächtigeren, aber dafür auch unübersichtlicheren Apachen. Eigentlich auch egal, denn jeder sollte ja selbst entscheiden wem er den Vorzug gibt.

Eingerichtet wird Lighty hier mit PHP 5 und dem Modul 'simple_vhost', mit dem sehr einfach mehrere virtuelle Hosts angelegt werden können.

Wenn wir fertig sind, werden die Seiten unter folgender Ordner-/Dateistruktur organisiert sein:

/var/www/servers - quasi das Hauptverzeichnis des Webservers, hierin werden die virtuellen Hosts angelegt

/var/www/servers/example.com - Ein Beispiel für einen virtuellen Host

/var/www/servers/example.com/htdocs - Hier landen die Dateien, die beim Aufruf von "http://example.com" angezeigt werden sollen

/var/www/servers/example.com/logs - Hier werden die Logdateien gesammelt

/var/www/servers/example.com/server.conf - In dieser Datei wird die Konfiguration für den Host vorgenommen

So, aber nun direkt rein ins Getümmel und die Installation starten:

Installieren

  1. sudo apt-get install lighttpd php5-cgi

Module aktivieren

Danach werden die oben angesprochenen Module aktiviert ('fastcgi' wird für die Anbindung an PHP benötigt):

  1. sudo lighty-enable-mod fastcgi
  2. sudo lighty-enable-mod simple-vhost

Nach einem 'sudo /etc/init.d/lighttpd force-reload' sollte der der Webserver bereits unter http://localhost erreichbar sein.

Lighttpd Testseite

Konfiguration von mod_simple_vhost

Ausgegangen von der oben erklärten Ordnerstruktur müssen die drei Optionen des 'mod_simple_vost' in der Datei '/etc/lighttpd/conf-available/10-simple-vhost.conf' folgendermaßen konfiguriert werden:

  1. simple-vhost.server-root = "/var/www/servers/"
  2. simple-vhost.document-root = "/htdocs/"
  3. simple-vhost.default-host = "example.com"

Anstatt 'example.com' muss dort natürlich eure Standarddomain stehen!

Danach sollten die angelegten vHosts unter der jeweiligen Domain erreichbar sein.  Dazu ein kleines Beispiel:

Wenn im Browser die Adresse 'http://zeroathome.de/dingsbums.html' aufgerufen werden würde, würde das zur Anzeige der Datei '/var/www/servers/zeroathome.de/htdocs/dingsbums.html' führen.

Nach einem '/etc/init.d/lighttpd force-reload' können neue vHosts unterhalb von '/var/www/servers/' angelegt werden.

Konfiguration der einzelnen vHosts

Problem bei dieser Variante der vHost-Konfiguration ist, dass die Konfiguration der einzelnen Hosts nicht so einfach ist. Doch Opensource wäre nicht was es ist, wenn es nicht auch dafür eine relativ einfache Lösung gäbe. (Die Grundversion stammt übrigens von hier, wurde von mir nur leicht angepasst: http://redmine.lighttpd.net/projects/lighttpd/wiki/HowToSupportConfigurationPerVirtualHost)

Dazu wird die folgende Zeile in die Datei '/etc/lighttpd/conf-available/10-simple-vhost.conf' eingefügt, die dazu führt das ein kleines Skript ausgeführt wird:

  1. include_shell "/var/www/servers/config_servers"

Anschließend wird die Datei '/var/www/servers/config_servers' angelegt und mit diesem Inhalt befüllt:

  1. #!/bin/bash
  2.  
  3. for VHOST in `find /var/www/servers/ -mindepth 1 -maxdepth 1 \( -type d -or -type l \) -exec test -e "{}/server.conf" \; -exec basename "{}" \; 2>/dev/null` ; do {
  4. echo "\$HTTP[\"host\"] == \"$VHOST\" {"
  5. echo "var.vhost_name = \"$VHOST\""
  6. echo "var.vhost_path = \"/var/www/servers/$VHOST\""
  7. cat "/var/www/servers/$VHOST/server.conf"
  8. echo "server.errorlog = \"/var/www/servers/$VHOST/logs/error.log\"",
  9. echo "accesslog.filename = \"/var/www/servers/$VHOST/logs/access.log\""
  10. echo "}"
  11. } ; done

Zu guter Letzt wird die Datei noch ausführbar gemacht:

  1. sudo chown www-data:www-data /var/www/servers/config_servers
  2. sudo chmod u+x /var/www/servers/config_servers

Dann natürlich noch ein '/etc/init.d/lighttpd force-reload' und die neue Konfiguration ist übernommen.

Die Konfigurationsdatei muss dann, wie oben bereits erwähnt unter '/var/www/servers/example.com/server.conf' liegen um berücksichtigt zu werden. Nachdem eine neue Konfigurationsdatei hinzugefügt wurde oder eine vorhandene geändert wurde, muss immer ein '/etc/init.d/lighttpd force-reload' erfolgen, sonst ist die Konfiguration nicht wirksam!

Fertig!

So, das wars bereits. Ein Grundkonfigurierter Lighty fertig für die Arbeit als lokaler oder Internet-Webserver. Wenn gewünscht gibts demnächst noch einige Erweiterungen, wie zum Beispiel SSL oder WebDAV.

Alle Angaben natürlich wie immer ohne Gewähr und alles auf eigene Gefahr und so!