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Biology

Bastler-Cluster

Wenn man schon mal was von Clustern gehört hat, dann meist im Zusammenhang mit irgendwelchen Supercomputern und damit verbundenen horrenden Kosten. Aber im Zeitalter von DIY und OpenSourceSoftware, kann im Prinzip jeder ders braucht (oder auch nicht braucht) sich sein eigenes, zwar kleines, aber dennoch im Vergleich zu den Kosten leistungsfähiges Cluster zusammenbauen.

Als Beispiele hab ich mal zwei solcher Selbstbauprojekte rausgesucht:

IKEA HelmerDas erste Cluster geht schon seit einer Weile im Netz rund, und ist bekannt als das IKEA- oder Helmer-Cluster. Der Name kommt vom verwendeten Gehäuse des Mini-Super-Computers, nämlich ein IKEA-Schrank namens Helmer. Der Kollege, seines Zeichens ein Schwede, brauchte eine kleine Renderfarm um seine eigene TV-Show zu rendern. Dazu verwendete er handelsübliche Hardware Komponenten, wie zum Beispiel 6 Intel Core2Quad Prozessoren, dazu das billigste Mainboard das er finden konnte. Dazu gabs pro Board noch 8GB RAM. Was das ganze gekostet hat schreibt er leider nicht dazu, aber laut seinen Angaben schluckt das ganze Gebilde nur 400Watt an Leistung.

Als Betriebssystem läuft auf dem Cluster ein Fedora Core 8. Als Verwalter der Aufgaben wurde Dr. Queue verwendet. Ein Überblick über die Leistung gibt ein kleines Render-Beispiel: Eine Szene mit 24 Frames in einer Auflösung von 4000x4000 Pixeln benötigte auf seinem MacPro 2 x DualCore Xenon 2.66 Ghz mit 4 GB ram 9.2 Stunden, das Cluster rechnete das ganze in 64 Minuten.

Jede Menge Bilder und weitere Informationen gibt es auf der Seite des Bastlers.

PS3 RackDas zweite Cluster steht in einer Uni und einige von euch werden schon davon gehört haben, denn es machte ebenfalls schon die Runde durch die Weiten des Netzes. Es geht um das Playstation 3 Gravity Grid. Und genau dazu gibt es jetzt ein How-To zum selbst nachbauen. Die Vorteile der PS3 liegen im verwendeten Cell-Prozessor und vor allem im vergleichsweise niedrigen Preis. In diesem Beispiel wurden 16 PS3s verwendet, als Betriebssystem kommt auch hier Fedora Core 8 zum Zug (neuere Versionen sollten aber prinzipiell auch funktionieren). Als Software zur Verwaltung der Clusteraufgaben wurde hier MPI verwendet.

Mehr Informationen zum Cluster selbst, inklusive Bildern, gibt es auf dieser Seite. Das angesprochene How-To gibt es hier.

Also, wenns demnächst mal etwas mehr zum Rechnen gibt und ihr ein wenig Geld unter der Matratze habt, dann wisst ihr wie ihr viel Leistung für wenig Geld bekommt.

expliki – neue Ideen

explikilogo.pngDurch den kleinen Hype den Steorn mit seinem Orbo ausgelöst hat, wurde ich auf ein Projekt aufmerksam gemacht, das im Mai dieses Jahres an den Start ging. Dabei handelt es sich um expliki.org, eine Art Wiki für Menschen die sich auch für Ideen oder Theorien interessieren, die von vielen vielleicht als Humbug gesehen werden. Expliki bietet eine Plattform auf der Menschen ihr Wissen zu verschiedensten Themen einbringen können, dazu bietet expliki ähnlich wie zum Beispiel Wikipedia die Möglichkeit Einträge zu bestimmten Themen zu verfassen, über diese Themen zu diskutieren und diese kritisch zu hinterfragen. Der Unterschied zu Wikipedia, oder im allgemeinen zu einer Enzyklopädie ist, dass das Hauptziel von expliki nicht die Abbildung des bestehenden, etablierten Wissen ist, sondern u.a. die Theoriefindung.

Um euch das ganze ein wenig näher zu bringen und vielleicht auch schmackhaft zu machen, habe ich mit Ponte, dem Gründer von expliki.org, ein kleines Interview geführt:

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Neues vom Orbo

orboplay.pngMal schnell ein paar Neuigkeiten im Fall Steorn, die Diskussionen im Steorn Forum reißen nicht ab. Steorn CEO Sean McCarthy musste ja die Show im Kinetica Museum in London absagen, da ja Orbo, bzw. das Demogerät nicht funktionierte. Er räumte ein, dass es seine Schuld sei, er habe den Technikern zu wenig Zeit gegeben. Denn die Demomaschine basierte auf einem Gerät, dass erst vor 2-3 Monaten zum ersten Mal vollständig funktioniert hatte. Bis dahin gab es "lediglich" ein Start-Stop-Device, also ohne kontinuierliche Bewegung. Wie gesagt, der Orbo der auf der Demo gezeigt werden sollte, ist die Weiterentwicklung, also ein continous motion device. Sean sagte er sei zu voreilig gewesen und das deshalb die Demo nicht funktioniert habe.

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Steorn Orbo – nur Marketingstrategie?

orboplay.pngNach der weiteren Verschiebung der Präsentation des Steorn Orbo auf unbestimmte Zeit, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das ganze eventuell eine geschickt eingefädelte Marketingaktion sein könnte.
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Orbo klemmt – Vorführung weiter verschoben

orboplay.pngTja, langsam mach ich mir ernsthaft Gedanken ob das noch was gibt. Nach den anfänglichen Problemen mit den Temperaturen im Schauraum des Museums, die das Vorführmodell des Orbo ausser Funktion setzten, sind nun weitere Probleme aufgetreten, die die Präsentation verzögern.

Further to Steorn’s announcement yesterday (5th July) regarding the technical difficulties experienced during the installation of its “Orboâ€? technology at the Kinentica Museum in London, Steorn has decided to postpone the demonstration until further notice.

Die komplette Pressemitteilung gibts hier.