Archiv der Kategorie: software

Windows – Linux

Neueste Transmission Version auf der NSLU2 unter Ubuntu 9.04

Transmission LogoLanger Titel, aber sonst weiß ja wieder keiner worums geht 😉

Ich, stolzer Besitzer einer NSLU2 von Linksys, habe auf jener Ubuntu in der aktuellen stabilen Version installiert. Wenn man gerne aktuellere Software, als die in den offiziellen Repos vorhandene, benutzen will, findet man ja mittlerweile recht häufig ein feines PPA, das einem alles relativ einfach auf die Platte schaufelt.

Da aber in meisten PPAs keine Pakete für die ARM-Architektur, die die NSLU2 verwendet, vorhanden sind, fällt diese Möglichkeit weitestgehend flach.

Also, Handarbeit a la configure, make, make install...

Da ich die NSLU2 und den angeschlossenen Speicher dafür nutze meine ISO-Sammlung aktuell zu halten, darf natürlich ein BitTorrent-Client nicht fehlen. Da Web-Interfaces für rTorrent mich irgendwie nicht sonderlich ansprechen (besonders deren Installation), verwende ich Transmission. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • kann ohne X-Abhängigkeiten kompiliert werden
  • hat einen recht schmalen Footprint
  • hat ein nettes WebInterface
  • wird ständig weiterentwickelt

Problem ist, das die aktuelle Version 1.74 der in Ubuntu vorhandenen 1.51 doch deutlich vorraus ist.

Also mal los (alle folgenden Schritte geschehen auf der NSLU2-Konsole über SSH):

Zuerst die benötigten Abhängigkeiten installieren:

  1. sudo apt-get install transmission-daemon build-essential libtool pkg-config libcurl4-openssl-dev intltool

Das wird ein paar Minuten dauern, denn den Spitznamen Slug (Schnecke) hat die kleine Kiste nicht zu unrecht. Warum ich Transmission zuerst über die Paketverwaltung einspiele hat den folgenden Grund: Dadurch werden zum Beispiel das relativ praktische Startskript unter /etc/init.d angelegt mit dem sich der Transmission-Daemon leicht starten und stoppen läßt. Vielleicht nicht die sauberste Methode, aber es spart einiges an Handarbeit.
Stoppen sollte man den Prozeß auch vor den folgenden Schritten:

  1. sudo /etc/init.d/transmission-daemon stop

Anschließend besorge man sich die aktuelle stabile Version von Transmission von der Homepage und entpacke diese in ein geeignetes Verzeichnis:

  1. mkdir build
  2. cd build
  3. tar -cvjf /pfad/zu/transmission-1.74.tar.bz2 # Der Pfad und die Versionsnummer sind entsprechend anzupasse

Wechsle in dieses und führe die altbekannte Kompilationstriade aus:

  1. cd transmission-1.74
  2. ./configure
  3. make
  4. sudo make install

Das führt dazu, dass Transmission ohne X-Abhängigkeiten kompiliert wird, da schlicht kein GTK oder QT auf der NSLU2 installiert sind. Das 'make install' überschreibt anschließend die von der Paketverwaltung installierten alten Binaries und der Daemon kann mit

  1. sudo /etc/init.d/transmission-daemon start

gestartet werden.
Die Konfiguration von Transmission dürft ihr allerdings selbst übernehmen. Dokumente dazu findet ihr in der folgenden Quelle:
Transmission Konfigurationsdatei editieren

Rein subjektiv finde ich die aktuellere Version, gerade auf dem WebInterface, ein wenig flotter, und, wenn ich mich nicht allzusehr täusche, ist die CPU-Auslastung während den Downloads ist auch ein wenig geringer.

Und nun viel Spaß und im Vorraus schonmal ein schönes Wochenende!

Schmales Eisen

Da ich aufgrund des Defektes meines treuen Begleiters im Moment auf einem vergleichsweise schmalen Eisen unterwegs bin (und sich das Mangels monetären Mitteln leider auch so bald nicht ändern wird), namentlich ein IBM Thinkpad X21, bin ich auf der Suche nach möglichst schmalen Programmen. Für Linux versteht sich. Derzeit werkelt hier ein Arch Linux, mit LXDE/Openbox-Aufsatz. So weit so schmal.

Besonders auf der Suche bin ich nach einem schmalen Browser-Ersatz, der mit aber trotzdem einige Annehmlichkeiten a la Firefox nicht verwehrt...

Eben gefunden habe ich kupfer, eine netter äußert resourcenschonender Programmstarter.

Also, falls jemand Empfehlungen hat, in punkto, Programme mit schmalem Fuß, immer rein damit in die Kommentare! Danke!

Nachgereicht: KDE 4.3

KDE4 LogoFast drei Wochen ist es bereits her, dass KDE 4.3 (Codename: "Caizen") in die Öffentlichkeit entlassen wurde um den Desktop weiter zu revolutionieren. Einige Neuerungen haben auch dieses Mal wieder ihren Weg in das neue Release gefunden. Da Listen bekanntermaßen doof sind, hier das offizielle Feature-ShowOff-Video für KDE 4.3:


YouTube Link: KDE 4.3 Features

Mir gefällts ziemlich gut, gerade die kleinen Änderungen, wie das permanente Notification-Icon runden KDE 4 langsam aber sicher ab. Vom neuen Theme war ich ja schon vorher begeistert.

In Ubuntu 9.10 wird KDE 4.3 bereits Standard sein. Um auch in 9.04 KDE auf Version 4.3 zu heben, muss das Kubuntu-Backports-PPA in die Software-Quellen eingebunden werden:
deb http://ppa.launchpad.net/kubuntu-ppa/backports/ubuntu jaunty main
Dann fügt man noch den GPG-Key für das Repository hinzu:
gpg --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv 2836CB0A8AC93F7A
gpg --export --armor 2836CB0A8AC93F7A | sudo apt-key add -

Anschließend macht man ein Update, und die aktuelle KDE-Version wird installiert.

MySQL root-Passwort vergessen?

Passend zum heißesten Tag des Jahres, gibt es einen Kurztipp für eine Situation, in der es einem auch ganz schön warm werden kann.

MySQL Passwort vergessen

Mal gesetzt den Fall, man vergißt oder verbummelt sein MySQL root-Passwort. Passiert euch nicht? Ok, dann sagen wir einfach, $haustier hats gefressen ;). Was dann? Ganz einfach, Terminal auf, und los gehts:

  1. sudo /etc/init.d/mysql stop # Stoppen des MySQL-Server-Prozesses
  2.  
  3. sudo mysqld_safe --skip-grant-tables # MySQL-Server ohne Zugangsdatentabelle starten
  4.  
  5. # In einem neuen Terminal dann
  6. mysql --user=root mysql # Als root am MySQL-Server anmelden
  7.  
  8. update user set Password=PASSWORD('hier-neues-passwort-hin') where user='root'; # neues Passwort setzen
  9.  
  10. flush privileges; # neuladen der Benutzertabellen
  11.  
  12. exit; # MySQL Kommandozeile verlassen

Dann zurück ins alte Terminal und den MySQL-Prozeß stoppen und anschließend den Server inklusive Benutzertabellen neu starten

  1. sudo /etc/init.d/mysql start

Anschließend das neue Passwort nicht wieder vergessen und fertig...fast zu einfach, oder?

Was steht bei euch heute an? Schwitzen am Schreibtisch? Oder twittern aus dem Freibad? Ich "wähle" Tor 1 :/

Bilder von (kaputter) Speicherkarte wiederherstellen

Broken SD-CardAus aktuellem Anlass:
Wenn eure Kamera sagt, das sie die Speicherkarte nicht mehr lesen kann, und auch Windows nicht mehr auf die Karte zugreifen kann, lohnt es sich ein Linux im Haus zu haben.
In meinem Fall war schlicht die Partitionstabelle unwiederherstellbar verschwunden. Dank dem kleinen Programm PhotoRec, war es aber trotzdem möglich alle Bilder und Videos zu retten.

Folgendes Vorgehen würde ich dafür empfehlen:

  1. Gerätedatei der Speicherkarte herausfinden:
    1. sudo fdisk -l

    Dabei wird sich wahrscheinlich ein Gerätename wie '/dev/mmcblk0' zeigen, falls nicht hilft auch ein Blick ins syslog

  2. Ein Image der Speicherkarte erstellen (das sollte bei allen Datenrettungsversuchen, egal ob Speicherkarte oder Festplatte, immer gemacht werden):
    1. sudo apt-get install ddrescue
    2. sudo dd_rescue /dev/mmcblk0 mmcblk0.img

    Hierbei natürlich die Gerätedatei anpassen.

  3. Dateien aus dem Image extrahieren:
    Photorec befindet sich im Paket 'testdisk'

    1. sudo apt-get install testdisk
    2. sudo photorec mmcblk0.img

    Weitere Optionen für photorec erhält man nach Eingabe von 'man photorec' und anschließendem Druck auf Enter

  4. Gerettete Dateien befinden sich im Verzeichnis 'recup_dir.1' (oder ähnlich)

Um die Karte anschließend wieder benutzbar zu machen, setzt man diese einfach in die Kamera ein und formatiert sie über die Menüfunktion der Kamera.

PS: Bei Speicherkarten, die aussehen, wie die oben im Bild, könnte es mit der Datenrettung eventuell etwas schwierig werden 😉

Bild: flickr