Archiv der Kategorie: tutorial

PDF-Netzwerk-Drucker unter Linux mit cups-pdf

Heute mal ein kleines aber feines Tutorial zum einrichten eines PDF Druckers für euer Heimnetzwerk. Stellvertretend werde ich hier das Vorgehen unter Debian-basierten Systemen beschreiben, dieses läßt sich aber zum großen Teil auch auf andere Distributionen übertragen.

Dem ganzen zu Grunde liegt ein Add-on für das Drucksystem CUPS namens cups-pdf. Dieses installiert man mit dem folgenden Kommando.

sudo apt-get install cups-pdf

Als nächstes richten wir einen virtuellen Drucker ein, in dem wir einen beliebigen Web-Browser (z.B. Firefox) aufrufen. In das Adressfeld geben wir folgende Adresse ein und bestätigen mit Enter:

cups_pdf_adress.png

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Jinzora – Musik Streaming im Heimnetz

Jinzora Screenshot

Jinzora is a complete, web based multimedia application. It enables you to manage and stream your digital music and videos to any internet connected computer, your home stereo set, a hardware jukebox device or a capable PDA or smartphone.

Musik Streaming kennen wir alle von diversen Radiostationen, die ihr Programm über das Internet an den Mann bringen. Aber auch für euer Heimnetzwerk ist ein solches Streaming sehr praktisch, so kann die komplette Musiksammlung auf einem zentralen Rechner zu verwalten und auf jedem Rechner im Haus abzuspielen, gekrönt von einer einfach zu bedienenden Weboberfläche über die man sich seine Playlisten zusammenstellen kann.

All das bietet Jinzora. Jinzora ist eine PHP-Software, die sowohl auf Apache als auch auf dem IIS läuft. Lizensiert ist das ganze unter der GNU GPL, ist also OpenSource und umsonst 😉 .

Die Mindestanforderungen:

Apache oder IIS mit PHP, SQL System (MySQL, MSSQL, SQlite....)

Zur Installation:

Zuerst das Jinzora Paket herunterladen.

Dann das ganze ins Hauptverzeichnis eures Webservers entpacken (z.B. unter Ubuntu '/var/www')

Unter Linux muss dann noch die Datei configure.sh ausgeführt werden:

chmod +x configure.sh

sudo ./configure.sh

Nun wechselt zu eurem Web-Browser und ruft Jinzora auf:

http://[serveradresse]/jinzora2

Das Installationsschema ist selbsterklärend, allerdings in Englisch gehalten.

Danach muss nur noch das Verzeichnis 'install' aus dem jinzora2 Verzeichnis gelöscht werden und die Oberfläche sollte im Browser aufgerufen werden können.

Abgespielt werden kann der Stream auf so ziemlich jedem System von Windows über MacOS über Linux, sogar auf Windows Mobile sollte es funktionieren. Auch eine Funktion zum abspielen der Stücke auf dem Server ist vorhanden, muss aber während der Konfiguration ausgewählt werden.

Mehr Informationen zu Jinzora

Googlemail Backup mit Linux

[Update]Mittlerweile gibt es eine aktualisierte Version dieses Tutorials auf Basis von getmail, anstatt fetchmail, was euch aber nicht davon abhalten soll trotzdem diesem Tutorial zu folgen und fetchmail zu verwenden. Dieser Absatz hat lediglich informellen Zwecken, keine Meinungsbildung 😉 . [/Update]

Ich mag Googlemail, immer überall erreichbar, einfach zu bedienen, ständig weiterentwickelt, genug Platz, was will man mehr. Vielleicht für den Fall gerüstet sein, das in Mountain View, California mal irgendwas richtig schief läuft und alle E-Mails weg sind? Wäre nicht schlecht und ist in etwa 4 Minuten plus Übertragungszeit für die Mails von Gmail auf den lokalen Rechner...

Installiert werden muss dafür nur das kleine Programm fetchmail:

sudo apt-get install fetchmail

Dann erstellen wir die Konfigurationsdatei in unserem Heim-Verzeichnis:

nano .fetchmailrc

und tragen dort folgendes ein:

poll pop.gmail.com with proto POP3 and options no dns
user 'deinname@gmail.com' there with password 'verygeheim' is 'deinlinuxbenutzername' here options ssl

und abspeichern und das ganze mit den entsprechenden Rechten versehen (fetchmail ist da etwas eigen):

chmod 710 .fetchmailrc

dann starten wir den Testlauf mit

fetchmail -vk

das v für Verbose, damit ihr seht das fetchmail auch arbeitet, und k für 'keep messages on server', also 'Nachrichten auf dem Server nicht löschen, denn das wollen wir ja nicht.

Eure E-Mails findet ihr dann im Verzeichnis '/var/mail/deinlinuxbenutzername' und können zum Beispiel mit Kmail, Thunderbird und Co angeschaut werden, um eure E-Mails in euer Backup mit aufzunehmen, einfach euer Mailverzeichnis mitsichern und alles ist in bester Ordnung!

Um das ganze regelmäßig zu tun einfach den Befehl (fetchmail -vk) wie in meiner Anleitung zur crontab beschrieben dort eintragen!

Auch hier gilt wieder: Bei Fehlern wenden sie sich bitte an ihren Arzt oder Apotheker, keine Haftung für etwaige Schäden von meiner Seite!

Cron – die Zeitschaltuhr für Linux

tux_sucks.jpgAnfang der Woche konntet ihr hier lesen wie man mit dem Programm ftpmirror ganz einfach seinen Webspace auf den heimischen Computer sichert. Ganz praktisch, aber ein Haken bleibt. Man muss immer noch daran denken das Programm auszuführen. Aber Linux wäre nicht Linux wenn es nicht auch eine Methode gäbe um Programme zeitgesteuert auszuführen. 'Cron' heißt das ganze und die Bedienung werde ich im folgenden etwas erklären:

Cron sollte auf den meisten Linux-/Unix-Systemen bereits vorinstalliert sein. Um zu sehen ob für euren Benutzer bereits irgendwelche geplanten Aufgaben bestehen einfach

crontab -l

auf der Konsole ausführen. Dort sollte eigentlich noch kein Eintrag vorhanden sein, deshalb schauen wir uns mal die crontab des root-Accounts an:

sudo crontab -l

Auch hier gähnende leere? Dann sollten wir das ändern, doch dazu erst ein wenig Theorie:

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Blog Backup leichtgemacht!

tux_sucks.jpgWas würde eigentlich passieren, wenn auf einmal bei eurem Hoster beide Rechenzentren auf einmal abbrennen, oder ein Azubi beim Hoster euer Verzeichnis löscht und die Backups gleich mit? Oder ihr löscht aus Versehen eine wichtige Datei ohne die eure Seite unmöglich weiterlaufen kann...was dann? Ganz klar, Backup von heute morgen hochschieben, nach zwei Minuten ist die Sache erledigt.

Sagt sich einfach, ist es aber auch und zwar mit Hilfe von 'ftpmirror', das wie der Name schon sagt euer FTP-Verzeichnis spiegeln, sprich sichern kann. Und zwar folgendermaßen:

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