OpenSource für den Mac – MacPorts

MacPorts LogoWer unter Linux oft und gerne auf der Konsole arbeitet, muss nach dem Umstieg auf Mac OS X nicht darauf verzichten. Wer das apt-get System auf Debian basierten Linux-Systemen zu schätzen weis, der wird mit MacPorts schnell warm werden. MacPorts hat es sich zum Ziel gesetzt gängige OpenSource Tools für den Mac verfügbar zu machen, ohne alles selbst von Hand kompilieren zu müssen. Mit derzeit etwas über 6000 Paketen / Ports ist die Sammlung natürlich nicht so umfangreich, wie man das von den einschlägigen Linux-Distributionen kennt, aber der Grundbedarf wird auf jeden Fall gedeckt.

Installation

Zunächst müssen einige Vorraussetzungen geschaffen werden. Dazu gehören zum einen das X Window System X11, welches entweder bereits vorinstalliert ist (so war es bei meinem frischen Snow Leopard) oder auf der Install-CD zum nachinstallieren bereit steht.

Dazu legt man diese ins Laufwerk und wählt im sich öffnenden Fenster "Optional Installs" und findet dort unter "Applications" den Punkt "X11". Anschließend läßt man die Software installieren.

Zweiter Punkt auf der Liste ist die Mac Entwicklungsumgebung Xcode. Diese findet man ebenfalls auf der Install-CD, oder zum Download auf http://developer.apple.com/technology/xcode.html

Danach kann man dann zu Installation von MacPorts schreiten:

Die Installation legt unter "/opt/local" einen eigenen Verzeichnisbaum an, in den die Ports installiert werden. Das macht das ganze unabhängiger vom restlichen Mac-Software-System und erlaubt unter anderem eine einfache Deinstallation des gesamten MacPorts Gefüges.

Damit die neue Software nutzbar wird, fügt MacPorts die Zeile

  1. PATH=/opt/local/bin:/opt/local/sbin:$PATH

in die Datei "~/.profile" ein. Um den neuen Pfad verfügbar zu machen, muss man entweder das Terminal neu starten oder die Datei mit dem Befehl

  1. source ~/.profile

"nachladen".

Danach kann man sofort loslegen und mit den folgenden Befehlen in den Ports wühlen:

  1. sudo port selfupdate # Aktualisiert die Ports-Datenbank (entspricht apt-get update)
  2.  
  3. sudo port upgrade outdated # Aktualisiert alle veralteten Ports (entspricht apt-get upgrade)
  4.  
  5. sudo port search suchbegriff # durchsucht die Ports-Datenbank (entspricht apt-cache search)
  6.  
  7. sudo port install software # Installiert den Port (entspricht apt-get install)

Weitere Befehle findet man im MacPorts Guide, der auch alle sonstigen Fragen beantworten sollte.

Falls doch noch eine übrig bleiben sollte, also eine Frage, ab in die Kommentare damit 🙂

Erste nachinstallierte Ports waren bei mir übrigens:

  • wget
  • rsync
  • htop
  • mc

2 Gedanken zu „OpenSource für den Mac – MacPorts

  1. Pingback: Twitted by zeroathome

  2. johannes

    Da ich viel mit Switches und Firewall Appliances hantiere, durfte natürlich minicom nicht fehlen. 🙂
    Toller Beitrag!

    cheers,
    Johannes

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