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Googlemail Backup mit Linux – Auswechselspieler

googlemailOk muss zugeben, fetchmail ist schön, fetchmail ist toll, aber es gibt laut meiner Erfahrung immer jemanden der irgendwas besser kann, und auch beim Mail-Abholer für Linux ist das nicht anders. Getmail heißt der Ersatzmann für fetchmail, der vor allem durch seine durchdachte , übersichtliche Konfiguration besticht, aber auch einige Features hat die fetchmail vermissen lässt. Darum hier eine kleine Aktualisierung meines GMail Backup Tutorials auf Basis von getmail. Installation beschreibe ich heute mal nicht, das könnt ihr mal selbst machen.

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Googlemail bringt IMAP-Unterstützung

GooglemailSo wie es scheint rüstet Google zur Zeit die GMail Accounts für den Zugang via IMAP um. Die Einstellung lässt sich (falls bereits für den Account freigeschaltet) im Menü 'Weiterleitung und POP/IMAP' aktivieren. Der Zugang erfolgt dann über den Server 'imap.gmail.com' per SSL verschlüsseltem IMAP. Die Labels werden wohl als Ordner dargestellt, klingt sinnvoll.

Damit dürfte das GMail Postfach wohl das größte kostenlose E-Mail-Postfach mit IMAP Unterstützung sein, auch gerade weil die Rate mit der sich das Postfach jeden Tag vergrößert stark gesteigert wurde und bis zum Jahresende wohl die 10 Gigabyte Marke übertreffen sollte.

Googlemail Backup mit Linux

[Update]Mittlerweile gibt es eine aktualisierte Version dieses Tutorials auf Basis von getmail, anstatt fetchmail, was euch aber nicht davon abhalten soll trotzdem diesem Tutorial zu folgen und fetchmail zu verwenden. Dieser Absatz hat lediglich informellen Zwecken, keine Meinungsbildung 😉 . [/Update]

Ich mag Googlemail, immer überall erreichbar, einfach zu bedienen, ständig weiterentwickelt, genug Platz, was will man mehr. Vielleicht für den Fall gerüstet sein, das in Mountain View, California mal irgendwas richtig schief läuft und alle E-Mails weg sind? Wäre nicht schlecht und ist in etwa 4 Minuten plus Übertragungszeit für die Mails von Gmail auf den lokalen Rechner...

Installiert werden muss dafür nur das kleine Programm fetchmail:

sudo apt-get install fetchmail

Dann erstellen wir die Konfigurationsdatei in unserem Heim-Verzeichnis:

nano .fetchmailrc

und tragen dort folgendes ein:

poll pop.gmail.com with proto POP3 and options no dns
user 'deinname@gmail.com' there with password 'verygeheim' is 'deinlinuxbenutzername' here options ssl

und abspeichern und das ganze mit den entsprechenden Rechten versehen (fetchmail ist da etwas eigen):

chmod 710 .fetchmailrc

dann starten wir den Testlauf mit

fetchmail -vk

das v für Verbose, damit ihr seht das fetchmail auch arbeitet, und k für 'keep messages on server', also 'Nachrichten auf dem Server nicht löschen, denn das wollen wir ja nicht.

Eure E-Mails findet ihr dann im Verzeichnis '/var/mail/deinlinuxbenutzername' und können zum Beispiel mit Kmail, Thunderbird und Co angeschaut werden, um eure E-Mails in euer Backup mit aufzunehmen, einfach euer Mailverzeichnis mitsichern und alles ist in bester Ordnung!

Um das ganze regelmäßig zu tun einfach den Befehl (fetchmail -vk) wie in meiner Anleitung zur crontab beschrieben dort eintragen!

Auch hier gilt wieder: Bei Fehlern wenden sie sich bitte an ihren Arzt oder Apotheker, keine Haftung für etwaige Schäden von meiner Seite!

Ok…Googlemail ohne Einladung

googlemail.gifNa gut, wie ich eben erfahren musste ist Googlemail jetzt für alle offen, es werden also keine Einladungen mehr benötigt, sondern man kann sich direkt und ohne Umwege hier für Googlemail anmelden.