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Vim – Warum, Wieso und Weshalb

Nachdem ich vor scheinbar ewiger Zeit mal gefragt habe was ihr so an Editoren empfehlen könnt habe ich mich dieses Wochenende nochmal ein wenig näher mit dem Thema beschäftigt und beschlossen mir doch einen Mac zu kaufen um Textmate nutzen zu können. OK, kleiner Scherz am Rande...

Nachdem ich die letzten Monate hauptsächlich mit Kate gearbeitet habe, dem Editor aus der KDE-Suite, habe ich, nach Lektüre eines interessanten Artikels, beschlossen Vim auch abseits des Servers eine Chance zu geben.

Denn eigentlich kann Vim alles was man so braucht als Amateur-Programmierer 😉

Da wären:

  • code-completion
  • code-folding
  • syntax-highlighting
  • bracket-highlighting
  • mehrere Dateien in Tabs öffnen
  • Macros zur Erleichterung oft ausgeführter Befehle
  • Ausgereiftes Suchen/Ersetzen inkl. Regex-Support
  • Möglichkeit Sitzungen zu speichern

dazu kommen noch:

  • Konfiguration durch eine Datei im Home-Verzeichnis, dadurch auch portabel
  • cross-platform, UNIX, Mac, Win und einige mehr...
  • eigene Erweiterungen mit Perl, Tcl, Python und einer Vim-eigenen Skriptsprache
  • über 2000 bereits fertige Erweiterungen
  • für Menschen die unbedingt ein wenig GUI außenrum brauchen gibts gVim oder auch Cream

Allerdings gibt es natürlich auch einige Dinge die gegen Vim sprechen, wie zum Beispiel die für den Desktop-Normalo-Editor-Benutzer ungewöhnliche Bedienung und die dadurch doch einigermaßen steile Lernkurve. Man könnte dabei fast von einer Lern-"Eiger-Norwand" sprechen.

Aber, wenn man diese Nordwand erst einmal bezwungen hat, sollte sich eine deutliche Steigerung in der Arbeitsgeschwindigkeit einstellen, da in Vim alle Funktionen direkt über Tasten-Combos aufgerufen werden und nicht wie bei den meisten Editoren größtenteils nur per Menü und Maus verfügbar sind. Das heißt, die Finger müssen die Tasten nicht verlassen.

Ok, soviel zur Theorie, kommen wir zur Praxis. Dazu hier ein paar Empfehlungen was Lesestoff (ja richtig, vor dem Schreiben sollte man immer zuerst das Lesen lernen) angeht:

Um zum Beispiel unter Ubuntu direkt zu starten empfiehlt es sich das Paket vim-full einzuspielen. Erstens ist hier der volle Funktionsumfang enthalten und Zweitens kann dann auf der Konsole ein Tutorial aufgerufen werden, dass die Grundfunktionen von Vim versucht zu vermitteln. Dieses kann durch Eingabe von
vimtutor
aufgerufen werden. Damit sollte die erste Hürde locker zu nehmen sein und nach ein paar Tagen will man wahrscheinlich gar nicht mehr ohne Vim schreiben (ich sag dann Bescheid wenns bei mir so weit ist).

Ich hoffe das ich demnächst die Zeit finde noch ein paar Tricks und vor allem sinnvolle Erweiterungen hier im Blog präsentieren zu können. Natürlich sind Tipps und Kniffe eurerseits auch herzlich willkommen, vielleicht möchte der ein oder andere auch seine .vimrc mal zur Schau stellen?

Standard-Desktop Applikationen[Personal Toolbox]

zeroathome.de - DesktopHier mal eine kleine Übersicht über meinen Desktop und die Programme, die bei mir bei den meisten Sessions von Start bis Ende laufen:

Als Desktop-Umgebung kommt zur Zeit KDE 3.5.x zum Einsatz, KDE 4.x ist im Moment zur täglichen Verwendung einfach nicht zu gebrauchen. Darauf aufsetzend arbeitet Compiz-Fusion mit Emerald als Window-Decorator. Praktischstes Feature für mich ist dabei das umschalten zwischen den Desktops mit meiner Maus, indem ich das Mausrad nach links oder rechts kippe.

Des weiteren ist das ganze so konfiguriert das zum Beispiel der Browser immer auf Desktop 1 startet, Instant-Messenger und Audio-Player immer auf Desktop 2 und der IRC-Client auf Desktop 4. Desktop 3 (der gegenüber 😉 ) wird dann zum Start weniger genutzter Programme genutzt. Alles in allem etwas was ich nicht mehr missen möchte.

Seit kurzem nutze ich AWN als Dock. Nachdem ich mich jahrelang dagegen gewehrt habe ein Dock zu verwenden, hat mich AWN dann doch überzeugt, die Taskleiste ins Alt-Eisen zu geben.

Als Browser nutze ich wie die meisten sicherlich schon wissen Firefox, derzeit in Version 3 mit einigen Add-Ons. Als Instant Messenger rennt hier Pidgin (ja trotz KDE) allerdings nicht für IRC, denn dafür verwende ich irssi, als IRC-Client nicht zu schlagen.

Fürs Entertainment nebenbei läuft Amarok zum Abspielen von Musik natürlich, aber auch zum Abonnieren von Podcasts und hören von Audiostreams. Ausserdem zum befüttern meines Nokia N95 mit frischer Musik.

Zum Aufschreiben wichtiger oder auch unwichtiger Sachen/Tipps/Tricks nutze ich Basket (oder eben dieses Blog) zum schreiben längerer Texte wie zum Beispiel dem Server Guide kommt der LaTeX-Editor Kile zum Einsatz.

Für die Arbeit im Terminal wechseln sich der KDE-Standard Konsole und Yakuake als 'Quake-Style-Console' ab. Text-Editoren sind ebenfalls zwei im Einsatz, im Terminal vim und auf dem Desktop, Kate, das sich nach meiner Umfrage neulich als eindeutiger Favorit herauskristallisiert hat, dazu aber in einem späteren Post nochmal mehr.

Natürlich kommen im Laufe der Woche noch einige andere Programme dazu, aber ich würde das hier mal als den harten Kern bezeichnen, der im Moment im täglichen Einsatz ist.