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Nachgereicht: KDE 4.3

KDE4 LogoFast drei Wochen ist es bereits her, dass KDE 4.3 (Codename: "Caizen") in die Öffentlichkeit entlassen wurde um den Desktop weiter zu revolutionieren. Einige Neuerungen haben auch dieses Mal wieder ihren Weg in das neue Release gefunden. Da Listen bekanntermaßen doof sind, hier das offizielle Feature-ShowOff-Video für KDE 4.3:


YouTube Link: KDE 4.3 Features

Mir gefällts ziemlich gut, gerade die kleinen Änderungen, wie das permanente Notification-Icon runden KDE 4 langsam aber sicher ab. Vom neuen Theme war ich ja schon vorher begeistert.

In Ubuntu 9.10 wird KDE 4.3 bereits Standard sein. Um auch in 9.04 KDE auf Version 4.3 zu heben, muss das Kubuntu-Backports-PPA in die Software-Quellen eingebunden werden:
deb http://ppa.launchpad.net/kubuntu-ppa/backports/ubuntu jaunty main
Dann fügt man noch den GPG-Key für das Repository hinzu:
gpg --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv 2836CB0A8AC93F7A
gpg --export --armor 2836CB0A8AC93F7A | sudo apt-key add -

Anschließend macht man ein Update, und die aktuelle KDE-Version wird installiert.

Neues KDE 4.3 Theme unter KDE 4.2 installieren

KDE 4 Air Theme ScreenshotDas neue Theme für KDE4 das mit der Version 4.3 Einzug finden wird und den schönen Namen "Air" trägt, kann jetzt über das KDE SVN bezogen werden. Dann machen wir das doch direkt mal, sieht nämlich ziemich gut aus 😉

Also:

Wer es nicht schon hat muss vorher subversion installieren:

  1. sudo apt-get install subversion
  2.  
  3. cd ~/.kde/share/apps/desktoptheme/
  4.  
  5. svn co svn://anonsvn.kde.org/home/kde/trunk/KDE/kdebase/runtime/desktoptheme/air

Dann sollte das Theme in den Arbeitsflächen Einstellungen (Rechtsklick auf den Desktop->Einstellungen zum Erscheinungsbild) zu finden sein. Aber Vorsicht wer KDE4 auf Deutsch einsetzt: Hier heißt das Theme nicht "Air" im Auswahldialog, sondern "Luft". Entschuldigung, aber, Schwachsinn?!? Egal, funktioniert und sieht gut aus, viel Spaß damit!

via [Czessi::Blog]

KDE 4 Übersetzung in Intrepid

Wie vielleicht einigen aufgefallen sein wird sind die deutschen (und einige andere anderssprachige) Übersetzungen ziemlich mies. In vielen Applikationen sind Strings nicht übersetzt, sondern das englische Pendant zu sehen. Gutes Beispiel sind die 'Vor' und 'Zurück' Buttons ins Dolphin, die mit 'Back' und 'Forward' beschriftet sind.

Jetzt mag man vielleicht denken: Böse, böse KDE Übersetzer, warum ist das noch nicht gemacht? Aber halt, in der Version von KDE4 unter Hardy waren diese Strings bereits übersetzt...so what?!

Dazu folgende Erklärung wie das bei *buntu mit den Übersetzungen läuft:

Die meisten Applikationen werden ja nicht vom Ubuntu-Team übersetzt, sondern upstream in den Entwicklungszweigen der Applikationen selbst. In diesem Fall werden die KDE-Apps von den jeweiligen KDE-Translation-Teams übersetzt. So weit so gut.

Nun ist es bei *buntu aber so, dass diese upstream-Übersetzungen nicht einfach übernommen werden. Sie werden zuerst in eine in Launchpad integrierte Komponente namens Rosetta übernommen. Erst von dort aus werden die Pakete generiert, die dann letztendlich in die Distribution übernommen werden.

Ok, wo liegt jetzt das Problem?

Das Problem der Stunde heißt Rosetta. Eigentlich gut im Ansatz, nämlich das es mit diesem Tool möglich ist das auch Leute die mit Übersetzungen eigentlich nichts am Hut haben einzelne Strings zu übersetzen, ohne dafür zusätzliche Software zu installieren oder ähnliches. Die Hürde etwas zur Übersetzung seines Lieblingsprogrammes beizutragen sinkt also.

Problem ist, das Rosetta leider schon eine große Rolle im *buntu-Release-Zyklus spielt, aber bei weitem noch nicht ausgereift ist. So wurden die eigentlich zu 100% kompletten Übersetzungen von KDE4 durch einen Bug in Rosetta nicht in das System übernommen und Intrepid erhielt Sprachpakete in denen nur die Übersetzungen enthalten sind, die in KDE3 schon vorhanden waren...

Den entsprechenden Bug-Report findet ihr hier: Launchpad Bug 292473 So wie es aussieht wird es wohl (immer) noch ein paar Tage dauern bis die Misere aus der Welt geschaffen sein wird. Peinlich, ärgerlich und enttäuschend vor allem für die upstream-Übersetzer, die wirklich gute Arbeit leisten.

Einen Thread im ubuntuuser.de-Forum gibts auch mit einigen Meinungen eines KDE-Übersetzers zur Lage: Gemischte Sprache in Kubuntu 8.10

Das Problem besteht darin, dass Kubuntu nicht einfach die Übersetzungen des KDE-Teams ausliefert, sondern erst alle Übersetzungen in Launchpad einliest, um diese dann der "Ubuntu-Community" nochmal zum Übersetzen anzubieten. Dieser extrem fehlerträchtige Prozess hat noch nie richtig funktioniert, so dass Kubuntu schon immer schlechter übersetzt war, als andere Distributionen. [Kuhrscher]

Auf der KDE-Übersetzer-Mailingliste gibt es zur Zeit eine Diskussion ob man Support Anfragen von Kubuntu-Nutzern betreffend die Übersetzung schlichtweg nicht mehr beantwortet und auf launchpad verweisen sollte. Ob das eine Lösung ist kann ich auch nicht sagen, aber ich kann verstehen das die Jungs und Mädels ganz schön angepisst sind, das die Schuld an dem Chaos auchauf sie zurückfällt, obwohl sie eigentlich nichts damit zu tun haben...denn eine offizielle Stellungnahme seitens Kubuntu habe ich bisher nicht finden können (falls es eine gibt, her damit!).

Eine kleine Zusammenfassung nochmal zum Schluss:

  • Die KDE-Übersetzungen sind eigentlich zu 100% komplett (zumindest die deutschen)
  • Der Prozeß upstream-Übersetzungen in Ubuntu zu übernehmen ist zu fehlerträchtig um zuverlässig sein zu können
  • Bug-Reports bezüglich der Übersetzung von Kubuntu bitte ins Launchpad und nicht die damit nerven die nichts dafür können 😉

So, ich hoffe das schafft wenigstens ein wenig Licht ins Dunkel. Hoffen wir das diese Geschichte ein gutes und zufriedenstellendes Ende für alle Beteiligten haben wird.

Amarok 2.0 für Intrepid

Nachdem am Montag die 3. beta von Amarok 2.0 veröffentlich wurde, hier mal eine kurze Anleitung zur Installation unter dem letzten Ubuntu-Release Intrepid Ibex.

Aber Vorsicht: Unter Intrepid wird der bereits installierte Amarok 1.4 ersetzt, ein Parallelbetrieb ist mit dieser Anleitung nicht möglich! Zudem ist Amarok immer noch im Beta Status, weiteres dazu am Ende dieses Artikels.

Zuerst das Kubuntu Members Personal Package Archive zu den Apt-Quellen hinzufügen:

deb http://ppa.launchpad.net/kubuntu-members-kde4/ubuntu intrepid main

Dieses muss in die sources.list eingetragen werden. Oder man lädt diese Datei herunter und legt diese als root in das Verzeichnis
/etc/apt/sources.list.d/
Anschließend folgt ein
sudo apt-get update
Und anschließend die Installation mit
sudo apt-get install amarok-kde4

Damit wird (falls vorhanden) der vorhandene Amarok 1.4.10 entfernt und Amarok 2.0 beta3 installiert.

Noch einmal der Hinweis: Amarok befindet sich in der Beta Phase, das heißt es können noch Probleme mit einigen Komponenten auftreten, die bis zur völligen Unbenutzbarkeit führen können. Falls euch irgend etwas auffällt, ob nun gravierend, oder auch nur Kleinigkeiten, helft den Entwicklern und schreibt einen Bugreport.

Für Amarok solltet ihr euch dafür auf dem KDE Bugtracker anmelden und den Assistenten nutzen um den Bug den Entwicklern mitzuteilen.

GTK Anwendungen an KDE4 anpassen

Wer KDE4 nutzt, dem wird bereits aufgefallen sein, das GTK Anwendungen wie zum Beispiel Firefox sich nicht ganz so gut integrieren wie man es vielleicht gerne hätte.

Hier die schnelle Abhilfe:

Neuen Style herunterladen: http://kims-area.com/?q=node/63 (unter dem Bild ist ein Link zum .deb-File)

Bevor das Paket installiert wird muss noch eine Abhängigkeit aufgelöst werden. Das Paket gtk2-engines-pixbuf muss über Adept oder auf der Konsole (sudo apt-get install gtk2-engines-pixbuf) installiert werden.

Dann kann man das Paket entweder per Doppelklick grafisch, oder über die Konsole (sudo dpkg -i kde4-oxygen-gnome-theme-1.0-1_all.deb) installiert werden.

Anschließend kann man in den Systemeinstellungen unter Erscheinungsbild->GTK-Stile und Schriftarten oben bei 'Use another style' kde4-oxygen' auswählen.

Beim nächsten Start sollten Firefox und andere GTK-Anwendungen, sich dann etwas besser in ihre neue Umgebung einpassen.