Schlagwort-Archive: linux

Obamas Amtsantritt unter Linux schauen. Yes we can!

Der offizielle Amtsantritt von Barack Obama wird natürlich auch ins Internet gestreamt heute Nachmittag. Leider aber nur mit Hilfe von Microsofts Silverlight. Aber Moment...es gibt ja eine OpenSource-Variante von Silverlight mit Namen Moonlight. Und genau diese ist heute in Version 1.0 erschienen, und was noch besser ist: Damit soll es möglich sein die Rede unter unixoiden Systemen zu schauen.

Also ran da:

Das Plugin für Firefox gibt es auf dieser Seite: http://www.go-mono.com/moonlight/

Und den Stream gibts dann ab 18Uhr MEZ hier: http://www.pic2009.org (funktioniert nur mit Silverlight 1.0, für die Windows/Mac-Version gehts hier lang)

Da sag ich nur:

via [heise.de]

Linux und Opensolaris im Benchmark

StopwatchUnter glasen-hardt.de findet sich ein sehr netter und ausführlicher Vergleich von Fedora 10, Sidux 2008-04, Ubuntu 8.10 und OpenSolaris 11.08 auf Leistungsebene. Lesenswert vor allem für jene die denken, ihre Distribution wäre die schnellste, denn die Ergebnisse sind erstaunlicherweise ziemlich gleichauf.

Eventuell gibts demnächst auch noch ein paar andere Distributionen im Test. Motiviert den Verfasser doch eventuell mit einem kleinen Kommentar 🙂

Netzbetankung – iTunes (DAAP) Server unter Linux

air-fuel

Heute mal etwas kurzes für zwischendurch. iTunes ist sicher so gut wie allen ein Begriff, und einige haben mit Sicherheit auch schon von dessen Fähigkeit gehört haben, die iTunes Musikbibliothek im Netzwerk bereitzustellen. Die Standard-Audio-Player unter Ubuntu (Rhythmbox) und Kubuntu (Amarok) sind in der Lage auf diese sogenannten DAAP-Shares zuzugreifen und so Musikstücke aus der entfernten Bibliothek abzuspielen.

Nun ist es so das iTunes zwar für den Mac und für Windows erhältlich ist, nicht aber für Linux. Allerdings wurde das DAAP-Protokoll durch Reverse Engineering nachempfunden und auf Linux portiert. Die daraus entstandene Software hört auf den Namen mt-daapd, oder etwas eingänglicher und vielleicht ein wenig bekannter: Firefly-Media-Server.

Doch nun zur Tat:

Das für den Betrieb nötige Avahi ist in den neueren Ubuntu-Versionen (>6.10) bereits vorinstalliert und aktiviert. Daher muss nur noch der eigentliche Server installiert werden:

sudo apt-get install mt-daapd

Anschließend ist noch ein wenig Konfiguration von Nöten, wobei ich mich hier auf das wichtigste beschränken werde:

sudo vim /etc/mt-daapd.conf

Darin müssen folgende Zeilen angepasst werden:

admin_pw = passwort - hier ist das Passwort für das Webinterface anzupassen.
mp3_dir = /pfad/zur/musik - Hier muss das Verzeichnis das die Musik beinhaltet angegeben werden.

Optional können noch
servername = Name des Servers
und
password = passwort
angepasst werden.
Zu guter Letzt sollte man noch darauf achten das das Musik-Verzeichnis vom Benutzer mt-daapd gelesen werden kann:

sudo chmod -R a+r /pfad/zur/musik - Damit kann jeder auf dem System vorhandene Benutzer lesend auf die Musik zugreifen
Anschließend startet man den Dienst neu: sudo /etc/init.d/mt-daapd restart und checkt ob das Web-Interface unter "http://serverip:3689" verfügbar ist. Das sollte dann so aussehen:

mt-daapd Web-Interface

Hier kann dann mit der Schaltfläche "Start Full Scan" das Musikverzeichnis eingelesen werden. Sollte anschließend unter Songs weiterhin eine "0" stehen, stimmt etwas mit den Leserechten des Musikverzeichnisses nicht!

Damit ist der Server eingerichtet und sollte in Mediaplayern wie iTunes, Amarok, Rhythmbox (Plugin muss aktiviert werden) verfügbar sein. Viel Spass beim Musikgenuss!

Bild: flickr

Bastler-Cluster

Wenn man schon mal was von Clustern gehört hat, dann meist im Zusammenhang mit irgendwelchen Supercomputern und damit verbundenen horrenden Kosten. Aber im Zeitalter von DIY und OpenSourceSoftware, kann im Prinzip jeder ders braucht (oder auch nicht braucht) sich sein eigenes, zwar kleines, aber dennoch im Vergleich zu den Kosten leistungsfähiges Cluster zusammenbauen.

Als Beispiele hab ich mal zwei solcher Selbstbauprojekte rausgesucht:

IKEA HelmerDas erste Cluster geht schon seit einer Weile im Netz rund, und ist bekannt als das IKEA- oder Helmer-Cluster. Der Name kommt vom verwendeten Gehäuse des Mini-Super-Computers, nämlich ein IKEA-Schrank namens Helmer. Der Kollege, seines Zeichens ein Schwede, brauchte eine kleine Renderfarm um seine eigene TV-Show zu rendern. Dazu verwendete er handelsübliche Hardware Komponenten, wie zum Beispiel 6 Intel Core2Quad Prozessoren, dazu das billigste Mainboard das er finden konnte. Dazu gabs pro Board noch 8GB RAM. Was das ganze gekostet hat schreibt er leider nicht dazu, aber laut seinen Angaben schluckt das ganze Gebilde nur 400Watt an Leistung.

Als Betriebssystem läuft auf dem Cluster ein Fedora Core 8. Als Verwalter der Aufgaben wurde Dr. Queue verwendet. Ein Überblick über die Leistung gibt ein kleines Render-Beispiel: Eine Szene mit 24 Frames in einer Auflösung von 4000x4000 Pixeln benötigte auf seinem MacPro 2 x DualCore Xenon 2.66 Ghz mit 4 GB ram 9.2 Stunden, das Cluster rechnete das ganze in 64 Minuten.

Jede Menge Bilder und weitere Informationen gibt es auf der Seite des Bastlers.

PS3 RackDas zweite Cluster steht in einer Uni und einige von euch werden schon davon gehört haben, denn es machte ebenfalls schon die Runde durch die Weiten des Netzes. Es geht um das Playstation 3 Gravity Grid. Und genau dazu gibt es jetzt ein How-To zum selbst nachbauen. Die Vorteile der PS3 liegen im verwendeten Cell-Prozessor und vor allem im vergleichsweise niedrigen Preis. In diesem Beispiel wurden 16 PS3s verwendet, als Betriebssystem kommt auch hier Fedora Core 8 zum Zug (neuere Versionen sollten aber prinzipiell auch funktionieren). Als Software zur Verwaltung der Clusteraufgaben wurde hier MPI verwendet.

Mehr Informationen zum Cluster selbst, inklusive Bildern, gibt es auf dieser Seite. Das angesprochene How-To gibt es hier.

Also, wenns demnächst mal etwas mehr zum Rechnen gibt und ihr ein wenig Geld unter der Matratze habt, dann wisst ihr wie ihr viel Leistung für wenig Geld bekommt.

Die spinnen die Texaner…

...das sie das tatsächlich tun, wissen wir spätesten seit dem Cowboy im Präsidentenamt...aber gerade in so einem diffizielen Bereich ist es immer gut eine etwas fundiertere Beweisführung zu haben 🙂

Man stelle sich folgendes Szenario vor:

Eine Lehrerin "erwischt" eine Gruppe Schüler die um ein Notebook versammelt sind. Der Besitzer (ein Schüler) führt das darauf installierte Linux-Betriebssystem vor und verteilt CDs mit eben diesem. Anschließend kam diese E-Mail an den Entwickler der Distribution zustande:

After confiscating the disks I called a confrence with the student and that is how I came to discover you and your organization. Mr. Starks, I am sure you strongly believe in what you are doing but I cannot either support your efforts or allow them to happen in my classroom. At this point, I am not sure what you are doing is legal. No software is free and spreading that misconception is harmful. These children look up to adults for guidance and discipline. I will research this as time allows and I want to assure you, if you are doing anything illegal, I will pursue charges as the law allows. Mr. Starks, I along with many others tried Linux during college and I assure you, the claims you make are grossly over-stated and hinge on falsehoods. I admire your attempts in getting computers in the hands of disadvantaged people but putting linux on these machines is holding our kids back.

This is a world where Windows runs on virtually every computer and putting on a carnival show for an operating system is not helping these children at all. I am sure if you contacted Microsoft, they would be more than happy to supply you with copies of an older verison of Windows and that way, your computers would actually be of service to those receiving them...

Und sowas unterrichtet kleine Texaner...mich wundert nichts mehr! Aber die passende Antwort gabs natürlich umgehend.

via [adminlife.net]