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Zattoo jetzt mit öffentlich-rechtlichen Sendern

Zattoo, für alle die noch nie etwas davon gehört haben, ist eine, leider proprietäre, Software zur Übertragung von Fernsehprogrammen über das Internet. Das besondere daran ist, das die Software auf dem Prinzip des Peer-to-Peer aufbaut (P2PTV). Ziel von Zattoo ist es, Sender, die normalerweise nur per Kabel, Satellit oder terrestrisches Fernsehen verteilt werden, über das Internet zur Verfügung zu stellen.

Seit September 2007 ist Zattoo auch in Deutschland verfügbar. Das Programmangebot war allerdings noch sehr beschränkt. Seit 01.04 diesen Jahres ist in Deutschland das Sendeangebot der öffentlich-rechtlichen Anstalten neu hinzu gekommen. Welche Sender man sich anschauen kann, unterscheidet sich von Land zu Land. So sind zum Beispiel im Ursprungsland Schweiz bereits einige Private wie die RTL- und die ProSieben-Gruppe mit im Programm, während diese in Deutschland noch nicht verfügbar sind. Angesichts der nahenden Fussball-Europameisterschaft, sollte sich das Nutzer-Interesse an Zattoo wohl nun ein wenig erhöhen und damit vielleicht auch das Interesse der großen Privaten.

Technisches:

Die Bildqualität entspricht dem des analog-TV, wirkt dadurch auf einem Computerbildschirm mit hoher Auflösung ein wenig verwaschen und verpixelt. Als kleines Feature bietet Zattoo ein EPG für meisten der verfügbaren Programme. Gesagt sein sollte vielleicht noch das Zattoo nur mit der von der Hersteller-Homepage herunterladbaren Player funktioniert. Dieser ist wie bereits gesagt mit einer proprietären Lizenz belegt, und, nach einer kostenlosen Registrierung, verfügbar für Linux, MacOS X und Windows ab 2000.

Hauptfenster EPG

Der Service finanziert sich bisher durch Werbung, die beim Wechseln der Sender eingeblendet wird, soll aber in Zukunft durch einen kostenpflichtigen Premium-Service, bei dem dann auch Pay-TV-Sender zur Verfügung stehen werden, ergänzt werden. Das "Standard-Programm" soll dann aber weiterhin kostenlos zur Verfügung stehen.

Fazit:

Zattoo ist definitiv eine gute Sache, lediglich einige Kleinigkeiten fehlen noch, bzw. könnten noch ein wenig "Tuning" vertragen. Da wäre zum einen, die noch überschaubare Senderauswahl, zum anderen die für Computer-Verhältnisse doch eher beschränkte Bildqualität. Und nicht zu vergessen: Die proprietäre Lizensierung der Software, zumindest das Protokoll könnte man doch in eine schöne OpenSource-Lizenz verpacken, denn das scheint doch einiges an Potential zu versprechen. Mal sehen ob sich da noch was tut.

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