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LED LENSER M7 – nicht einfach nur Licht

[Trigami-Review]

Vor einiger Zeit hatte ich bereits einmal das Vergnügen, eine Taschenlampe der Firma Zweibrüder auf Herz und Nieren zu testen. Da ich mit der Lampe sehr zufrieden war und sie seitedem als steter Begleiter immer im Gepäck ist, war ich natürlich Feuer und Flamme (oder vielleicht besser Licht und Kegel, egal) als mir die LED LENSER M7, die zusammen mit ihrem Schwestermodell LED LENSER MT7 im August zur Auslieferung bereit steht, zum Test angeboten wurde. Vorrausschickend kann ich schonmal sagen, das die M7 ihre Produktbezeichnung als 'intelligente Taschenlampe' absolut verdient und das Wort Mikrocontroller in der Produktbeschreibung jedem Nerd sofort eine Beschleunigung der Herzfrequenz bescheren dürfte (Bevor jemand fragt: Nein, es ist nicht möglich, die Lampe unter Linux zu betreiben 😉 ).

Smart Light Technology

Aber nun zur Sache, bzw. Lampe. Was macht ein Mikrocontroller in einer Taschenlampe, wird sich der ein oder andere fragen? Meine Antwort: Er regelt! (auf englisch wäre das jetzt übrigens ein super Wortspiel) Und zwar gleich mehrere Dinge:

1. Die Entladung, sprich den Energieverbrauch. Dafür gibt es zwei Modi:

Constant Current: Konstante Lichtstärke, dafür geringere Laufzeit.

Energy Saving: Längere Laufzeit bei schwächer werdendem Licht.

2. Für die Steuerung der acht verschiedenen Lichtprogramme:

Durch leichtes antippen des Tasters lassen sich z.B. einfach Morsesignale erzeugen.
Durch antippen und gedrückt halten erhält man kurzfristig mehr Lichtausbeute (120%) als im Standardbetrieb.
Der Standardbetrieb nach dem Einschalten (Durch durchdrücken des Tasters). 100% Helligkeit.
Vom Standardbetrieb aus erreicht man durch einmaliges antippen des Tasters das "Low Power"-Programm. 15% Helligkeit.
Ebenfalls vom Standardbetrieb aus erreicht man das "Dim"-Programm durch einmaliges drücken des Schalters, den man dann aber so lange gedrückt hält bis die gewünschte Leuchtstärke (zw. 15 und 100%) erreicht ist.
Befindet man sich im "Low Power" oder "Dim"-Programm, kann durch nochmaliges antippen des Schalters in das Programm "Blink" gewechselt werden. Dieser erzeugt ein Blinken mit einer Frequenz von 4Hz.
Ebenfalls wieder durch leichtes Betätigen des Tasters gelangt man nun in das "S.O.S."-Programm. Die Lampe morst hier selbstständig das hinlänglich bekannte "Drei mal kurz, drei mal lang, drei mal kurz".
Nach erneutem leichten Tippen, gelangt man in das letzte Programm, der einen etwaige Angreifer, mit einer Blinkfrequenz von 20Hz, zumindest kurzfristig jeglicher Orientierung berauben sollte.

Sämtliche Programme, sowie 2 weitere Modi, die es ermöglichen die Programmvielfalt zu begrenzen, sind auf der imtgelieferten Smart-Card übersichtlich in Wort und Bild gefasst.

Alle Informationen zu den drei verschiedenen Modi und den acht Lichtprogrammen, findet ihr hier: Smart Light Technology

Advanced Focus System

Ein weiteres Feature, das, zumindest ich, bisher noch bei keiner fokussierbaren Taschenlampe gesehen habe, ist die Einhandfokussierung. Diese geschieht nicht wie man es von vielen anderen Lampen her kennt durch drehen des Kopfes, sondern durch vor und zurückschieben. Vorteile dieses Advanced Focus Systems sind auf jeden Fall die Geschwindigkeit der Einstellung, aber auch der Fakt das man nur eine Hand dafür benötigt. Kleiner Nachteil dabei ist, das man dazu die Lampe in der Hand "drehen" muss, da, zumindest ich, sie meist so halte, das mein Daumen auf dem hinten angebrachten Einschaltknopf liegt, und man aus dieser Haltung eher schlecht an den vorderen Teil der Lampe herankommt (vielleicht was für Klavierspieler, die volle Kontrolle über ihre kleinen Finger haben 🙂 ).

Kleiner Vergleich

Wie bereits bei dem Modell Hokus-Focus, das ich, wie erwähnt, vor einiger Zeit Testen durfte, ist es auch für die M7 kein Problem auch mal längere Zeit unter Wasser zu verbringen, oder mal ein paar Meter durch die Luft zu segeln (zum Testen würde ich trotzdem eher auf weiches Gelände zurückgreifen). Die Verarbeitung ist als nichts anderes als solide zu bezeichnen und macht sowohl optisch als auch haptisch einen wertigen Eindruck. Im Vergleich würde ich eher zur M7 greifen, da die Hokus Focus leider noch nicht das Advanced Focus System nutzt, etwas woran man sich schnell gewöhnt.

Nachteile

Ich würde gerne mehr als drei Nachteile der Lampe aufzählen, schon alleine um dieses Review nicht als reine Lobpreisung dastehen zu lassen, aber der einzige weitere Nachteil, der mir auffallen würde, wäre tatsächlich der Preis. Den der ist, wie die Lampe selbst, ebenfalls als hochwertig zu bezeichnen. Die UVP liegt um die 100€. Ob das OK ist, oder weit über dem was solch eine Lampe wert ist, mag ich nicht bewerten wollen. Zumal mir keine weitere LED-Lampe mit derart ausgeprägter Ausstattung bekannt wäre. Zusätzlich, denke ich, sollte es die Verarbeitung durchaus erlauben den kleinen Lichtspender über Jahre hinweg auch in eher extremen Gefilden (auf Baustellen, allerlei Outdoor-Aktivitäten) zu verwenden, ohne das man sich nach Ersatz umsehen müsste. Damit könnte man den recht hohen Preis natürlich weiter rechtfertigen. Letzter, allerdings nicht so schwer wiegender Nachteil, wäre der Fakt, das der Lampe keine Tasche beiliegt (wie z.B. der Hokus Focus), da weder die Trageschlaufe, noch der Gürtelclip der Lampe als Transportmittel gerecht werden. Aber ich denke da wird Zweibrüder eher auf das Zubehörgeschäft geschielt haben, machen andere auch, aber schön wärs gewesen.

Community

Neben hochkarätigen Taschenlampen bietet Zweibrüder unter seinem Dach auch einiges an Community-Funktionen für Taschenlampen-Fans. Da wären natürlich die Standards wie Twitter und Facebook zu nennen, aber auch ein eigenes Forum und eine Gallerie in der beeindruckende Lichtkunstwerke ihren Platz finden und definitiv einen Besuch wert ist.

Zu guter Letzt, noch ein paar Bilder von der Lampe selbst und eine leider nur sehr kleine Kostprobe der Beleuchtungsfunktion.

Die M7 kommt in der von Zweibrüder gewohnten Geschenkverpackung daher. Mit im Päckchen war auch dieser praktische Gürtelclip

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Mir geht eine LED auf…

[Trigami-Review]

...und das meine ich ganz und gar nicht bildlich, sondern ganz real. Seit einiger Zeit bin ich auf der Suche nach einem Ersatz für meine doch mittlerweile in die Jahre gekommene MagLite Mini. Sie hat mich jahrelang treu begleitet, kann aber in Sachen Leuchtkraft nicht mehr wirklich überzeugen. Da kam mir das Review-Angebot für eine LED-Taschenlampe aus dem Hause Zweibrüder. Umso mehr gefreut habe ich mich als meine Bewerbung angenommen wurde. Als Testgerät bekam ich die LED LENSER Hokus Focus welche nicht in einer schnöden Plastikverpackung kommt, die man nur mit schwerem Gerät öffnen kann, sondern in dieser formschönen Box:

LED Lenser Hokus Focus Box

LED Lenser Hokus Focus Box

Zuerst einmal ein paar technische Daten:

Länge: 128,5mm
Gewicht: 138g
Lichtstrom: 80lm

Die Leuchtweite soll bei über 25m liegen und die 3 AAA Batterien (die mitgeliefert wurden) sollen für etwa 70 Stunden Licht spenden. Ebenfalls dabei war ein Band zur Befestigung am Handgelenk und eine Nylon-Tasche inklusive kleinem Karabiner.

LED Lenser Hokus Focus Zubehör

Look & Feel

Auf den ersten Blick wirkt die Lampe sehr hochwertig, was sich auch beim ersten in die Hand nehmen bestätigt. Das Gewicht passt zur Größe, nicht zu schwer, aber man hat etwas in der Hand. Etwas gewöhnungsbedürftig finde ich den Anschaltknopf der sich am hinteren Ende befindet, so dass sich dieser nur betätigen läßt wenn man die Lampe "verkehrt" herum hält. Gewöhnungssache schätze ich 🙂

LED Lenser Hokus Focus Knopf

Die Innereien

Beim ersten Aufschrauben fällt sofort die Gummidichtung am Gewinde auf, die das Eindringen von Wasser verhindern soll, und das auch tut, siehe Fotos weiter unten. Die Batterien werden in einem Adapter aufgenommen, der über vergoldete Kontakte den LED-Chip versorgt. Dieser Hochleistungschip sorgt zusammen mit der davor angebrachten Linse für homogenes, extrem helles Licht (direktes Leuchten in die Augen würde ich vermeiden 😉 ).

LED Lenser Hokus Focus

Lichttest

Das wichtigste an einer Taschenlampe ist, natürlich, das Licht. In den folgenden Bildern sind jeweils in der rechten Hälfte die LED-Lenser und in der linken Hälfte meine alte Mini-Maglite zu sehen.

LED Lenser Hokus Focus vs Mini MagLite - unfokussiert LED Lenser Hokus Focus  vs Mini MagLite - fokussiert LED Lenser Hokus Focus vs Mini MagLite - Überlagerung

Sehr posititv fand ich hier, dass das Leuchtfeld sehr homogen ist, man also einen komplett ausgeleuchteten Kreis erhält, der in Sachen Helligkeit einer Lampe mit konventioneller Glühbirne weit überlegen ist. Fokussiert wird wie bei der Maglite auch durch Drehung des Lampenkopfes. Bei anderen Modellen aus der Serie geschieht das durch vor- und zurückschieben, ein interessantes Konzept.

Äktschn

Da in der Testanleitung stand man könnte das Teil ruhig auch mal ins Wasser werfen, hab ich das auch direkt mal gemacht. Da ich leider keinen Bach hinterm Haus habe, müsst ihr leider mit einer ordinären Wasserschüssel vorlieb nehmen.

LED Lenser Hokus Focus Wassertest

Die gute hat etwa 2 Minuten im Wasser verbracht, was ihr nicht das geringste ausgemacht hat. Keine Wassereinbrüche zu vermelden. Das nennt man dann wohl Spritzschutz-Deluxe 🙂

Fazit

Alles in allem ist die Lampe so ziemlich das was ich mir vorgestellt hatte, bis auf die Leuchtkraft, denn die ist wirklich überragend und wesentlich besser als ich erwartet hatte für dieses kleine Gerät. Die Lampe ist mit rund 40€ nicht unbedingt billig, aber dennoch als "seinen Preis wert" zu bezeichnen. Interessieren würde mich jetzt noch ein Vergleich mit anderen "High-End"-Lampen, denn die sind teilweise doch noch ein Stück teurer. Bei mir wird die Hokus Focus auf jeden Fall die MagLite ersetzen, keine Frage...

Raus aus dem Alltag, rein ins All!

[Trigami-Review]

Ab und zu stellt sich wohl jeder mal die Frage wie das weite Rund auf dem wir herumlaufen wohl von oben aussieht. Die wenigsten von uns werden das wohl jemals live herausfinden. Nicht jeder hat mal eben ein paar Hunderttausend Euro rumliegen um sich in den Orbit schießen zu lassen.

Einen Ausweg aus dem Dilemma liefert jetzt dastronauten.de. Nach "Deutschland sucht den Superstar"-Manier wird hier ein Auserwählter gesucht, der den 200.000$ teuren Ritt ins All mitmachen darf.

Was muss ich tun?

Erst einmal Anmelden natürlich über das Webformular auf www.dastronauten.de. Das ganze ist eine Sache von einer halben Minute und sollte von jedem zu bewältigen sein. Nach dem ersten Einloggen müssen dann einige Angaben zu eurer Person abgegeben werden und eure Bewerbung muss natürlich auch ausgefüllt werden.

Diese besteht im Wesentlichen aus fünf Fragen die euch gestellt werden, wie zum Beispiel "Warum sollte ich gewählt werden?". Die zweite Hürde um eure Bewerbung zu aktivieren besteht darin Bild und/oder Videomaterial von euch, über euch und mit euch hochzuladen und euch so den Besuchern der Webseite zu präsentieren.

Wer entscheidet?

Wer dann das Ticket für den Weltraumflug gewinnt entscheiden die Besucher der Seite, anhand der hochgeladenen Beiträge. Diese können ab dem 30. Juni per SMS darüber abstimmen. Aus den abgegebenen Stimmen wird jeden Tag ein Tagessieger ermittelt. Unter diesen Tagessiegern wird dann am Ende noch einmal eine Schlussrunde stattfinden, in der dann der künftige Dastronaut bestimmt wird.

Zur Technik

Die Oberfläche, die die Bewerber zum Einstellen ihrer Beiträge vor sich haben, ist recht einfach gehalten und sollte es auch nicht ganz so erfahrenen Weltraum-Pionieren ermöglichen schnell ihre Bewerbung online zu bringen. Auch die Möglichkeit seine eigene Statistik anzusehen, also wie oft das eigene Profil angeschaut wurde usw. finde ich sehr gelungen.

Kleine Schönheitsfehler finden sich aber trotzdem. Zum Beispiel muss bei jedem Einloggen muss ein Captcha entziffert werden, sonst kommt man nicht in sein Profil. Macht wenig Sinn wie ich finde. Zweier "Kritikpunkt" wäre das auch einzelne Bilder vor dem Hochladen in ein Zip-File verpackt werden müssen, an und für sich nicht schlimm, aber es so einzurichten das beides möglich ist sollte eigentlich kein Problem sein.

An der Usability der Seite ist, ansonsten von meiner Warte aus, nichts zu bemängeln. Alles schön simpel und intuitiv zu bedienen.

Die Front-Seite, wirkt ein wenig gestückelt, nicht ganz aus einem Guss, bietet aber ebenso wie das Backend für die Bewerber eine simpel zu bedienende Oberfläche auf der man sich schnell einen Überblick über die Bewerber schaffen kann, oder, falls man schon einen Favoriten hat, diesen schnell wiederfindet. Also auch hier ein durchaus positiver Ersteindruck mit nur marginalen Schwächen.

Übrigens: Wie mir aus sicheren Quellen berichtet wurde laufen die Server des Projektes unter Ubuntu! Klarer Pluspunkt von meiner Seite 😉

Die Finanzen

Viele werden sich sicher Fragen wo denn die 200.000$ für den Flug herkommen. Ganz einfach: Wie oben schon erwähnt erfolgt das Voting per SMS, jede kostet den Sender 50 Cent, den Flug bezahlt also quasi die Community. Ob das auch funktioniert wird sich ab 30.06.2008 herrausstellen, man darf gespannt sein! Eine Runde dauert dabei immer so lange bis die Summe eingespielt wurde und wenn ich es richtig verstanden habe, steht bei entsprechendem Erfolg der ersten Runde, einem weiteren Flugticket nichts im Wege.

Fazit

Eine super Idee, eine gut umgesetzte Seite, die mit Sicherheit noch einiges Medien-Interesse wecken wird. Die kleinen Schönheitsfehler die ich entdeckt habe sind mit Sicherheit kein Grund sich die Chance auf einen Flug ins All entgehen zu lassen. Also, ab auf www.dastronauten.de und Anmelden, Hochladen und ins All schießen lassen!