Jabber – ein Problem und ein Lösungsversuch

Jabber - die meisten von euch werden es kennen, viele von euch haben einen Account, benutzen Jabber zur Kommunikation mit Freunden oder auch Kollegen auf der Arbeit. Gleichzeitig aber kennen die meisten von euch das Problem, das zumeist ein Großteil der Kontakte nicht Jabber, sondern ICQ, AIM, MSN und wie sie sonst noch alle heißen, benutzen.

Nach dem Lesen dieses Artikels auf campino2k.de, kamen mir einige Gedanken, woran es liegen könnte, das Jabber unter den Otto-Normal-Surfern so wenig Anklang findet. Ein Grund, den ich glaube gefunden zu haben ist, dass Jabber in Deutschland einfach zu wenig sichtbar ist. Mal ein Beispiel:

Ich empfehle einem Freund (Otto-Normal-Surfer) doch mal Jabber zu versuchen, ohne ihm weitere Hilfestellung zu geben. Das erste was er tun wird ist Google anwerfen und nach Jabber suchen. Das Problem ist, das der Großteil der Suchergebnisse schlicht nicht zu gebrauchen sind, für Menschen, die sich nicht erstmal durch zwei Bildschirmseiten Clientempfehlungen, eine Bildschirmseite Serverempfehlungen und dann nochmal 10 Bildschirmseiten Einrichtungsanleitung wühlen möchten.

Der Suchende wird in der Regel erstmal mit allerlei Technik und Fremdwörtern wie XMPP, Transports, OTR, Verschlüsselung, usw, beworfen. Simple Anleitungen zum direkten Loslegen sind absolute Mangelware. Eine Suche nach einem deutschen Wiki, das sich mit dem Einrichten und Benutzen von Jabber beschäftigt, läuft entweder ins Leere, oder man landet auf Seiten, die dem eher unbedarften Nutzer kaum Hilfe an die Hand geben.

Darum hier meine Idee:

Der Aufbau einer Anlaufstelle, die den Nutzer an die Hand nimmt, ihm einen geeigneten Client für sein Betriebsystem an die Hand gibt, ihm einen zuverlässigen Server empfiehlt und ihm dabei hilft einen Account auf diesem Server anzulegen und den empfohlenen Client entsprechend einzurichten.

Natürlich soll die Plattform auch weiterführende Informationen bieten. Allerdings sollten diese erweiterten Instruktionen, zum Beispiel zur Einrichtung/Benutzung von Transports, Multi-User-Chats, etc., dem User nicht bereits beim ersten Betreten der Seite entgegengeworfen werden.

Ein weiterer Schritt einer solchen Plattform könnte es zudem sein, einen eigenen Jabber-Server anzubieten. Da dazu aber einige weitere Schritte nötig sind (Klärung der Finanzierung, finden von Personen die den Betrieb und Wartung gewährleisten können, usw.), soll darauf erst einmal nicht die Priorität liegen.

Einige grundlegende Ideen zur Verwirklichung habe ich bereits, dennoch interessieren mich die folgenden Dinge:

  • was haltet Ihr von der Idee generell?
  • weitere Ideen zum Aufbau/Betrieb einer solchen Plattform
  • besteht generell Interesse an einem solchen Projekt mitzuarbeiten

Besonders der letzte Punkt würde mich interessieren, da ich mich zwar generell am Projekt beteiligen kann und auch will, aber nicht abschätzen kann, wie viel Zeit eine solche Plattform in Anspruch nimmt, bzw. wie viel Zeit ich in der Zukunft darin investieren kann.

Es würde mich sehr freuen, eure Meinung/Ideen zu diesem, meiner Meinung nach sehr wichtigen Thema, zu hören.

43 Gedanken zu „Jabber – ein Problem und ein Lösungsversuch

  1. KISS74

    Die meisten haben entweder bei gmx oder web.de eine email Adr.
    Wenn wir jetzt mal von den meist verbreiteten Usern ausgehen (Windows), empfehle ich dann, den jeweiligen Messenger zu installieren.
    Oft helfe ich auch und gebe ihnen die Webseiten von Pidgin oder Gajim und gebe eine kurze Erklärung dazu.
    Meist klappt das dann auch. Vorallem wenn ich sage: “Du brauchst nur ein Programm für all deine Sachen, wie: ICQ, MSN usw.

    KISS74

  2. Fredo

    Ich sehe das ähnlich wie KISS74: Es ist oft einfacher, den „GMX-Messenger“ o.ä. zu empfehlen, als etwas abstraktes wie „Jabber“, und dann zu sagen: „Wenn Du Dich für Jabber entschieden hast, brauchst Du Dich nur noch für einen Server und einen Client Deiner Wahl zu entscheiden“.

    Man kann dann später immer noch empfehlen, doch einfach Pidgin statt des (werbebeladenen) Original-Clients zu nutzen. Dann hat man schon ganz zügig neben einem freien Protokoll auch einen freien Client.

    Wenn nach Vorteilen von web.de, GMX oder Google Talk (also: Jabber) gefragt wird, finde ich, dass sich das recht eingängig am Beispiel von E-Mail erklären lässt: Man stelle sich vor, man könnte von t-online-Adressen nur E-Mails an andere Nutzer von T-Online schicken. So ist das bei ICQ, MSN, etc. Aber Jabber ist unabhängig vom Anbieter, deswegen ist es besser, z.B. den GMX-Messenger zu verwenden, weil dann auch Benutzer anderer Anbieter mit einem kommunizieren können.

  3. Phil

    Hi,
    finde die Idee für so ein Projekt gut. Die Jabber.org Webseite hat auch schon versucht ihr Design ein wenig einfacher zu gestalten. Was ich problematisch finde ist der Punkt dass einem neuen Nutzen durch so ein Projekt, ein Jabber-Server und ein jeweiliger Client praktisch “aufgezwungen” wird. Richtig ist natürlich dass ein Normalbenutzer wie oben beschrieben schon durch eine lange Liste an Clients/Servern überfordert ist, anderseits ihm einen Client/Server vorzugeben würde einmal gegen den Sinn sprechen von Jabber/XMPP und wenn ihm der Client nicht gefällt oder der Server unzuverlässig ist dann wieder von Jabber weggehen. Daher muss unbedingt auf die Auswahlmöglichkeiten hingewiesen werden und der Client/Server den du im Projekt angibts als “Vorschlag” gekennzeichnet werden..
    Eventuell kann man solche ein Projekt mit Kooperation mit einem bestehenden Jabber-Server betreiben… bin z.B. letztens auf http://www.jabber-server.de/ gestoßen – sieht nett aus.

  4. Dee

    Das größte Problem ist doch eh die Sprache. Wenn man von ICQ redet, meint man den Client, es gibt kein ICQ-Protokoll, das Protokoll heißt Oscar: http://de.wikipedia.org/wiki/OSCAR_(Protokoll) Bei Jabber (bzw. XMPP) beschreibt man aber das Protokoll, kein Programm. Das ist so, als würde man sagen: “Such mal nach HTTP”, obwohl man einen Browser meint.

    Daher: Wenn jemand Jabber nutzen soll (ob Linux oder Windows ist egal), empfiehlt es sich ein Programm dafür als auch einen Anbieter vorzuschlagen. Sinnvoll sind im übrigen Multiprotokoll-Messenger wie Pidgin, da die Leute damit auch weiterhin ihre ICQ-Kontakt pflegen können. Die wenigsten sind bereit ihren ganzen “ICQ-Freudeskreis” schlagartig aufzugeben.

  5. Colttt

    Naja, es dürfte darn liegen das ICQ an jeder ecke Werbung macht, oder hast du schonmal Jabber-werbung gesehn?? Allein die Pro7-MediaAG macht oft werbung mit ihrem eigenen ICQ-client(obwohl es nur ein skin ist)

    Dann gibts noch die bequemlichkeit, warum soll ich jabber nutzen wenn alle meine freunde ICQ haben? und die wiederum auch nur ICQ-leute haben.. also ein teufelskreis.. ich beispielsweise hab zwar jabber, aber keinen in der liste..

  6. KISS74

    @Colttt, niemanden in der Liste ? Kann man ändern :-)

    Ich hab zb. meinen MSN Account koplett stillgelegt. Bei Fragen, ob ich MSN habe, sage ich hatte und schon hat man wieder ne möglichkeit, jemandem Jabber ins Ohr zu legen.

    KISS74

  7. Phil

    Letztendlich ist es für den Endnutzer eine reine Geschmackssache (vom Client her).
    Und ein Wechsel zu einem anderen “Protokoll” ist für ihn einfach egal, da mit Jabber nicht mehr /nicht weniger Vorteile/Nachteile verbunden sind…auch wenn Jabber einige nette Features bieten – aber halt nur für den Poweruser.

    Ich glaube einem Freund oder Bekannten einen neuen Client zu empfehlen der mehrere Protokoll beherscht wäre schon ein großer Schritt! Dann ist der Weg zu Jabber nicht mehr weit… ;-)

  8. Marco

    Wie auch bei Campino schon geschrieben ist das Problem meiner Meinung nach weder die Sprache, noch die Aufmachung der diversen Seiten, noch sonstwas.

    Das Kernproblem ist die Frage: Wieso soll ich Jabber nutzen wenn 50 meiner “Freunde” ICQ benutzen und nur einer davon Jabber hat?

    Solange es keine 100%ig stabilen und 100%ig funktionstauglichen Transporte gibt wird das auch so bleiben.

  9. six

    Also ich habe schon einige Freunde zu anderen Clients und auch zu Jabber gebracht. Wirklich nutzen tun dann Jabber aber die wenigsten, weil sie wie hier schon öfter angemerkt ihre Kontakte eben alle im ICQ Netzwerk haben.
    Das wird sich so schnell wohl auch net ändern, wie man das ändern könnte weiß ich auch nicht.

    Mal noch ne Frage zu XMPP: Sind alle Server automatisch vernetzt? Wie läuft das da? Prinzipiell kann ich ja in meinen @jabber.org Account auch Leute von @googlemail.com hinzufügen. Meldet sich mein Jabber Client dann bei dem Server oder mein Server bei dem anderen Server?

    Die Abläufe sind mir da noch nicht ganz klar.

    Gruß six

  10. Sören

    Guten Abend,

    auch ich habe den Artikel auf campino2k.de gelesen, und danach auch mal wieder versucht Freunde von Jabber zu überzeugen. Bei der Überlegung, wie ich möglichst viele Leute von Jabber überzeugen könnte, bin ich auf die selben Ideen wie du gestoßen.

    Ich hätte auf jeden Fall größtes Interesse bei einem solchen Projekt mitzuwirken.
    Melde dich doch bitte, falls du wirklich vorhast soetwas zu realisieren, ich werde versuchen, mit allen mir verfügbaren Ressourcen dazu beizutragen.

    Auch mir ist das Problem aufgefallen, dass es für viele Nutzer viel zu “technisch” und “kryptisch” wird, wenn sie versuchen sich über Jabber zu informieren – hier wäre eine geeignete Anlaufstelle wo man wirklich alles leicht erklärt angebracht.

    Grüße,
    Sören

  11. vincent

    Klasse Idee! Wollte eh schon immer Jabber mit Miranda benutzen (bin Miranda mit ICQ-Protokoll-Benutzer) aber das ganze ist immer an dem gescheitert, was du oben geschrieben hast. Kann zwar kaum mithelfen aber ich würde sehr von dem Projekt profitieren

  12. jango

    Hallo!

    Mein Freud betreibt bereits einen super Jabber Server von der TU Wien aus. Mit Wiki und Transporters und openID login und jedem Schnickschnack.
    Leider macht auch diese Seite keinen einfache einstieg möglich, da auf der Startseite nur Technische News stehen.
    Vielleicht magst du hier mithelfen eine supereinfache, übersichtliche und einsteigerfreundliche Startseite zu bauen? http://www.linuxlovers.at/
    Mit ist es schon sehr oft aufgefallen dass ich open Source Produkte extrem super sind, aber sich einfach nicht gut präsentieren.
    Sucht man nach linux findet man zB auch nur schwachsinn.
    Eine anziehende, interessante Seite mit wenigen, dafür umso besser aufbereiteten Infos wäre da wirklich notwendig um User anzuziehen.
    Wenn ich eine Podukthomepage sehe, die wirklich toll aussieht und übersichtlich ist, dann kauf ich das. Wenn da nur unnötige Infos und überladenes Aussehen geboten wird lass ich es. So einfach geht das :-)
    lg

  13. KISS74

    Ich bevorzuge Gajim, welche Messenger werden denn von euch bevorzugt ?

    Bevor ich es vergesse, ich würde mich auch zur Unterstützung anbieten. Helfe gerne soweit ich kann.

    Interessant ist ja folgendes http://www.jabber-server.de/ueber/#warum-jabber-nutzen
    Da steht das Kleingedruckte von ICQ, MSN, AIM. Ich glaube, niemand liest es, oder macht sich Gedanken darüber.

    KISS74

  14. Guest

    Wenn man erstmal einen ordentlichen, zuverlässigen und nicht Daten sammelnden Server (Stichwort: Google Chat) finden würde, wäre das schon mal eine Erleichterung. Das ist zumindest bei mir der Grund, warum ich noch kein Jabber nutze…

  15. @Gust

    @Gust: Also da währe auch noch jabber.ccc.de

    @KISS74: Guck mal hier (http://web.jabber.ccc.de/) da gibt es ne statistik ;)

    Ich sehe das Problem auch nicht bei der zu technischen Sprache. Ich müsst halt anders denken, so wie ein DAU! Die kennen ICQ, MSN, Facebook und StudiVZ. Also reden wir hier von Software! Dann können wir Pidgin und Miranda empfehlen, die können mit jedem Kommunizeiren!
    Für Leute die ihre ICQ-Nummer immer vergassen, kann man ja die Kopplung an der Webadresse wie bei 1&1 (Web.de und GMX) oder Google implementiert. Durch die verwendung von sehr vielen Protokollen (Facebook und Myspace haben ja neue geschrieben) werd der Trend zu Multi-Protokoll-Clients führen und somit auch Jabber den Weg ebnen :)

    ->Erst wenn viele ohne mehr aufwand Jabber benutzen können, wird das Problem der Isolierung aufgeweicht. Ein Chat mit nur einer Person ist nicht so spannend ;)

    @Fredo: Coole Sichtweise, das dürfte manchen so einleuchten.

  16. Funatiker

    Lutoma besitzt jabberusers.net. Daraus könnte man doch mal ‘was machen. Duuuark hat unter wasistjabber.de.vu eine Dokumentation veröffentlicht.

    Mir würde am besten so ein Schritt-für-Schritt-Führer zum Durchklicken gefallen. Wie diese strukturiert sein könnte, habe ich vor einiger Zeit mal aufgemalt. (Ein Klick auf meinen Nickname führt zur OpenDocument-Zeichnung) Damals habe ich jedoch noch nicht den GMX/web.de OnlineChat bedacht und mobile Clients bedacht.

    Mein Schlachtplan wäre folgender:
    – Schritt-für-Schritt-Schema auf heutigen Stand anpassen
    – einfach gestalteten und verständlich formulierten „Durchklickführer” entwerfen
    – Lutoma kontaktieren und das Projekt auf jabberusers.net hosten
    – Duuuuark und andere Anbieter von Jabber-Seiten, -Blogs und -Dokumentationen bitten den Schritt-für-Schritt-Führer zu verlinken
    – evtl. Spenden sammeln und in ICQ Werbung für das Jabber-Projekt schalten ( http://www.71i.de/372.html )

    Ich bin zu erreichen über die angegebene E-Mail-Adresse. lutoma, Duuuark, ich und weitere sind im Gruppenchat unter xmpp:chat@conference.draugr.de?join

  17. adun

    @six Deine Nachricht geht an den Server bei dem du den Account hast und der schickt die dann weiter. Funktioniert prinzipiell wie Email. Google Wave basiert z.B. auch auf XMPP.

  18. gast

    Also ich finde die Idee klasse. Die vorgeschlagenen Links in den bisherigen Kommentaren gehen mir nicht weit genug. Ich hab heute erst wieder Jabber einem ICQ-user empfohlen und hatte zur Abwechslung mal Erfolg.
    Ich hab ihm eine Anleitung mit Pidgin, draugr.de und nem !Screenshot! wie alles richtig eingetragen ist geschrieben, und er hats trotzdem nicht auf Anhieb geschafft. Da waren die wichtigen Sachen einfach noch nicht hervorgehoben genug, meine Gedankengänge zu technisch.
    Ich weis nicht wie Idiotensicher du dir das vorgestellt hast, aber eine Supereinfach-version wär klasse denke ich. So dass sich das Hirn beim Einrichten nicht mehr anstrengen muss als beim Fernsehen wär am erfolgsträchtigsten. Und sie muss auch keine direkten Links für Linux enthalten (also zB Programme die es unter Windows nicht gibt), das schreckt blos ab. Linux-user unterhalten sich im allgemeinen Lange genug mit einem Jabber-Freund, so dass der sie ins Boot holen kann.

    In meinen Augen müsste man sich dazu auf ein Programm festlegen, mit ausgeschriebener Installationsroutine, als Startseite auf nem guten Server, und die ersten Schritte ala Buddy hinzufügen. Und das alles mit markierten Screenshots. Erklärungen sollten auch noch hin, aber nicht so hervorgehoben. ZB. hat es für Verwirrung gesorgt, dass man sich direkt aus dem Programm anmelden kann. Die Gründe warum Jabber gehören nicht auf diese Seite, dass sollte man schlicht Verlinken, vllt. nicht einmal oben, sondern unten auf der Seite, bin ich mir nicht ganz sicher..

    Ich denke das würde super funktionieren, ich hab schon mal als Antwort bekommen “Ich verwende lieber das “Original”. ” (er meinte ICQ) Na, wenn das mal kein Zeichen für zu technische Werbung ist… (und das war auch sein abschließendes Argument, damit wars erledigt^^)

    Das Hauptproblem ist natürlich trotzdem noch, dass man was tun muss um zu wechseln und die Freunde zum Wechsel zu Bewegen, da helfen nur die Problematischen Linzenzbedinungen von ICQ und co. Muss man übrigens nicht als Teufelskreis sehen, ist ja auch Chance.

  19. Wutzara

    Also ich finde die Vorschläge schon alle gut. Ich selber zeichne gerne – und würde mich direkt anbieten so eine Art Werbefilm zu erstellen um Jabber besser ins Licht zu rücken. So im Stile der Illustrationen des elektrischen Reporters. Was haltet ihr davon? Wie gesagt kontaktiere mich falls du an sowas Interesse hast – werde mich gerne beteiligen.

    Gruß
    Wutzara

  20. tux58

    Hi,
    ich selber nutze fast ausschliesslich Jabber, hatte auch mal einen eigenen eJabberd am laufen – leider sind / bleiben ( noch ) fast alle bei ICQ…
    darum habe ich meinen Server auch wieder eingestellt.

  21. opue

    Hi,
    ich kann mich der Idee nur anschließen und wäre auch bereit Zeit zu investieren. Versuche mich gerade auch wieder daran Jabber weiterzuempfehlen und es ist wirklich nicht einfach. Wichtig ist vor allem, eine solche Seite gut zu platzieren, bspw. in Suchergebnissen, und als erste Anlaufstelle zu gestalten.

    Dabei könnte ich mir vorstellen immer nur eine Lösung zu präsentieren und nur für die die mehr wissen wollen weiterführende Infos zu bieten. D.h. zum registrieren einen Server vorschlagen, bzw. “Hab ich schon einen Jabberaccount” und dann gmx, web.de, Google, etc. abfragen. Weiter für jede Plattform ein Programm vorschlagen, bzw. “Ich verwende schon ein IM, kann ich damit Jabber benutzten?”. Es muss wirklich seeehr intuitiv und schnell verständlich sein.
    Weiter würde ich auch vorschlagen Vorhandenes zu nutzen, d.h. kein eigenen Jabberserver aufsetzte, das machen andere doch selbst schon sehr gut (CCC, Jabber.org etc.)

    Die Domain Jabber.de liegt noch brach, vllt. könnte man sich mit dem Besitzer kurz schließen, und daraus etwas machen. Das wäre die perfekte Domain, auch für das Google-ranking ;-)

  22. Colttt

    ich nochmal,

    es ist leider nicht nur bei Jabber und ICQ so.. obwohl Jabber um einiges mehr vorteile bietet nutzen viele ICQ.. Das selbe ist bei Teamspeak und Mumble.. bei mumble kann man bei einigen spielen es hören wo sich derjenige grade befindet wenn man mit ihm spricht(Surround-Sound vorausgesetzt), sowas bietet Teamspeak nicht geschweige von Skype.. trotzdem nutzen viele die beiden anderen Protokolle.. Also wenn man eine Jabber webseite macht, sollte man mumble gleich mit dazu tun..

    Gruss Colttt
    colttt@jabber-server.de ;)

  23. Chris (campino2k)

    Unter Jabber.de ist jemand, der die Seite in gute Hände abgeben würde. Ich könnte mir vorstellen, dass man darauf eine Infoseite bauen könnte, ähnlich wie jabberwiki.de nur mit Focus auf Enduser.

  24. surtic

    Hi

    auch ich sehe das als gute idee an. doch wie gesagt um einen guten umstig zu machen wird am besten ein multimessenger verwendet. da dort die person immer noch im alten netzwerk agieren kann und somit auch die alten freunde immer noch hat. doch bei den multimessengern ist leider immernoch die video / audio unterstützung für msn icq yahoo noch nicht vorhanden oder sehr schlecht (ja ich kenne sehr viele leute die das benutzen mich mit eingeschlossen). ich hoffe das pidgin das bald gebacken kriegt dann steht nichts mehr im wege. ich für meinen teil gehe zu den personen direkt hin und installiere ihnen jabber meistens mit pidgin, fals sie webcam usw. benutzen wollen bleibt halt ein alter client drauf.

    zum projekt würde auch meine kentnisse beisteuern.

  25. KISS74

    Pidgin wird ja in Ubuntu durch Empathy ersetzt und dann kommt wohl auch der Webcam Support mit. Ob das dann auch über die anderen Protokolle funktioniert, oder es vom benutzen Sever abhängig ist, weiß ich auch nicht.

    KISS74

  26. hax404

    Hallo Leute,

    was sicherlich einigen ICQ-Nutzern fehlt, sind die fehlenden Spiele, bei dehnen man innerhalt kürzester Zeit gegen ein paar Freunde z.B. Billard spielen kann. Da XMPP auch für Erweiterbarkeit steht, müssten die Jabberclients halt ne Erweiterung für entsprechende Netzwerkfähige Spiele mitbringen. Ich kann mir da gut Spiele wie Wormux, PokerTH oder KBattleship (Schiffe versenken) vorstellen. Es müsste nur eben eine einhaltliche Schnittstelle geben, die es ermöglicht, das Spiel mit einem (nur einem!) Mausklick zu starten.

    Gruß: hax404
    hax404@draugr.de

  27. Pingback: haxBlog » Jabber/XMPP

  28. zero Artikelautor

    Guten Abend miteinander :)
    Erstmal danke für das zahlreiche Feedback, werde mal versuchen auf einige Sachen einzugehen…

    Jabber als Begriff/Protokoll
    ———————
    Ich denke Jabber als Überbegriff zu benutzen ist absolut OK, das Protokoll heißt XMPP und in den Multiprotokoll-Clients wird bei der Auswahl zumeist Jabber als Auswahl angeboten.
    Jabber sollte also denke ich auch als Jabber “vermarktet” werden.

    Web.de/GMX/gmail.com
    ——————-
    Hat mich überrascht das UnitedInternet(GMX/Web.de) auf dem Gebiet schon so weit ist. Schön finde ich das man sogar mit dort gemieteten Domains sofort Jabber nutzen kann. Die Einstiegshürde ist also hier ziemlich minimal.
    Gmail nutze ich selbst auch, und Google hat für das Protokoll schon so einiges gute getan.

    Problem sind neben dem Datenschutz, die Clients, in der Richtung würde ich dann eher Empfehlungen zu OpenSource-Software (sofern vorhanden und benutzbar) geben.

    Serverempfehlungen
    —————-
    Keinesfalls soll hier eine Monokultur geschaffen werden, oder der eventuell entstehende eigene Server in irgend einer Form gepusht werden.
    Meine Idee war es einige Server vorab auszuwählen (Kriterien: Stabilität, Sicherheit, Datensparsamkeit) und dann einen zufällig auszuwählen und dem gerade auftreffenden User vorzuschlagen. So bevorzugt man niemanden und fördert den Grundgedanken der Dezentralität.

    Clientempfehlungen
    —————-
    Prinzipiell sollten alle große Plattformen (Mac, Linux/BSD, Win, Mobilgeräte) unterstützt werden. Welche Clients das sein sollten, müsste man dann mal im hoffentlich entstehenden Team besprechen. Denke Pidgin wäre da schonmal ein guter Kandidat. Allerdings würde ich auch hier gerne vermeiden eine Monokultur aufzubauen.

    Kooperationen/Werbung
    ———–
    Sollten definitv angestrebt werden, Tutorials schreiben sich nicht allein :)
    Zu dem Thema würde ich mir allerdings erst zu gegebener Zeit Gedanken machen wollen.
    Thema Werbung ist erstmal keins, bis die Sache erstmal angelaufen ist.

    Jabber.de/Domain
    ————–
    Jabber.de ist mir natürlich am Freitag auch direkt über den Weg gelaufen und ich habe heute dem Besitzer mal eine E-Mail geschrieben.
    Bis hier eine Antwort eingegangen ist, würde ich das Thema gerne auf Eis legen, da ‘jabber.de’ definitiv keine Konkurrenz in dieser Frage hat.

    So, ich hoffe ich konnte ein wenig mehr beleuchten wo es hingehen soll.
    Zu Thema Aufbau der Tutorials habe ich auch eine konkrete Idee (die in etwa der von Funatiker in den Kommentaren entspricht). Denke ich werde morgen mal ein Mockup machen, das macht das erklären etwas einfacher.
    Zum Schluß nochmal danke für die rege Beteiligung und die Hilfeangebote (ich komme auf euch zurück sobald sich das ganze etwas konkretisiert)! Über weitere Kommentare und vielleicht auch Blogeinträge zu diesem Thema würde ich mich aber natürlich weiterhin freuen.

    Ihr erreicht mich übrigens auch per jabber unter zero@firefly-it.de oder zeroathome@jabber.ccc.de

  29. inubu

    Hey,

    ich finde die Idee auch super.

    das wars auch schon…

    MfG

    inubu

  30. Martin Weusten

    Hi,
    ich wurde gerade auf diesen Blog-Beitrag aufmerksam gemacht. Ich habe noch nicht alle Kommentare gelesen, das mache ich morgen.

    Jedenfalls wird eine derartige Initiative bereits vom Jabber University Network (JUNe, [1]) betrieben. Aktuell besteht JUNe aus 18 deutschsprachigen Universitäten und Fachhochschulen [2] die jeweils einen Jabber-Server für ihre Studenten und Mitarbeiter betreiben. Alle Unis zusammen haben etwa 250.000 Studenten, wobei natürlich nur ein Bruchteil bisher Jabber nutzt.

    Unser Wiki [3] bietet die (nach meinem Wissen) umfangreichste Jabber-Dokumentation in deutscher Sprache und steht unter einer Creative Commons Lizenz [4]. Da hier scheinbar etwas ähnliches entstehen soll, sollte man sich entweder zusammen tun oder wenigstens sollten unsere Wiki-Ressourcen genutzt werden.

    Kontakt: siehe [5]

    Grüße,
    Martin Weusten
    (studentisches Jabber-Team der RWTH Aachen)

    [1] http://j-u-n-e.org/
    [2] http://j-u-n-e.org/wiki/JUNe/Mitglieder
    [3] http://j-u-n-e.org/wiki/Hauptseite
    [4] http://j-u-n-e.org/wiki/Copyright
    [5] http://j-u-n-e.org/wiki/Jabber-Administratoren

  31. Pingback: Tweets die Jabber – ein Problem und ein Lösungsversuch | /home/zero erwähnt -- Topsy.com

  32. zero Artikelautor

    @Martin: Sehr schöne Initiative, sehr schönes und ausführliches Wiki.
    Doch die Hauptprobleme finden sich auch hier:
    * zu viel Information die gefiltert werden muss bevor man tatsächlich loslegen kann
    * zu wenig Sichtbarkeit im Netz; Ich persönlich habe von dieser Initiative noch nie ein Wort gelesen, und ich habe mich speziell in den letzten Tagen sehr damit beschäftigt…

    Versteh mich nicht falsch, ich klicke mich gerade enorm begeistert durch das Wiki, aber es ist größtenteils für den Otto-Normal-Surfer schon zu viel um “sofort” etwas damit anfangen zu können. “Sofort” ist hier das Stichwort, die Leute sind es einfach nicht mehr gewohnt zwei, drei, vier Bildschirmseiten Text zu lesen bevor sie einen neuen Dienst benutzen können.

  33. Martin Weusten

    Bei uns ist das Problem, dass die Anmeldung bei jeder Uni anders funktioniert. Die RWTH nutzt z.B. eine Webanmeldung mit EMail-Verifikation, andere Unis nutzen LDAP und wieder andere betreiben einen öffentlichen Server bei dem man sich über den Client einen Account anlegen muss. Trotzdem hast du recht, ein Quick-Start-Artikel könnte nicht schaden.

  34. toolted

    Für mich war Jabber interessant, jedoch genau wie im Artikel beschrieben problematisch.
    Ich sehe ich in der Tat den Bedarf einer leicht verständliche Erklärung bzw. Anleitung.
    Ist als reiner Nutzer des Dienstes kein großes Geheimnis, wenn man sich mal damit befasst. Genau da sind wir wieder beim Thema, also weiter so!

    Meinen Dank an die, die sich in Ihrer Freizeit damit beschäftigen und andere teilhaben lassen.

    Gruß
    toolted :)

  35. hqlt

    Ist auch geplant auf dieser Seite darzustellen _warum_ man Jabber benutzen sollte oder nur _wie_? Ersteres ist für mich Neulingen schwer näher zu bringen als letzteres. Ich hab bisher noch keine Möglichkeit gefunden, Skeptikern verständlich zu erklären warum Jabber besser ist als ein proprietäres Protokoll.

  36. Pingback: Kurzes Update: Jabber « Ressourcenkonflikt.de

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