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Viele OpenOffice Dokumente nach Begriff durchsuchen

Man gehe davon aus, man hat einen Ordner voller Textdokumente im Open Document Format (.odf) und möchte diese nach einem (oder mehreren) Suchbegriffen durchsuchen. Nun kann man diese jeweils einzeln öffnen und die Suchfunktion von OpenOffice (o.ä.) bemühen, oder sich dort ein kleines Makro stricken.

Oder, man macht sich die Offenheit des Formates zu Nutze und durchsucht die Dokumente mit dem in dem Shell-Skript am Ende des Artikels.

Als kleine Hintergrundinformation sei gesagt, das ein Dokument im Open Document Format nichts anderes ist als eine (oder mehrere) XML-Datei(en), die in ein zip-Archiv verpackt sind. Das Skript macht nichts anderes als Dateien mit der Endung .odt mit Hilfe von 'find' zu suchen, diese mit 'unzip' zu entpacken und mit unserem guten Freund 'grep' zu durchsuchen.

Doch genug der Theorie, auf zum Wesentlichen, dem Skript:

  1. #!/bin/bash
  2.  
  3. if [ $# -ne 2 ]; then
  4. echo "Benutzung: searchodt pfad ausdruck"
  5. exit 1
  6. fi
  7.  
  8. find $1 -name "*.odt" | while read file
  9. do
  10. unzip -ca "$file" content.xml | grep -qli "$2"
  11. if [ $? -eq 0 ]; then
  12. echo "Suchbegriff gefunden in " $file
  13. fi
  14. done

Anleitung:
Man kopiere das obige Skript und füge es in eine Datei Namens 'searchodt' ein. Mache diese ausführbar:

  1. chmod +x searchodt

Anschließend läßt man das Skript auf seine Dokumente los:

  1. ./searchodt /pfad/zu/den/odf-dateien suchbegriff

Für jedes Dokument, in dem der Suchbegriff gefunden wurde erhält man als Ausgabe eine Zeile der folgenden Art:

  1. Suchbegriff gefunden in [dateiname]

Und nun viel Spaß beim Suchen.

PS: Versucht das man mit einem .doc hinzubekommen 😉

Nachgereicht: KDE 4.3

KDE4 LogoFast drei Wochen ist es bereits her, dass KDE 4.3 (Codename: "Caizen") in die Öffentlichkeit entlassen wurde um den Desktop weiter zu revolutionieren. Einige Neuerungen haben auch dieses Mal wieder ihren Weg in das neue Release gefunden. Da Listen bekanntermaßen doof sind, hier das offizielle Feature-ShowOff-Video für KDE 4.3:


YouTube Link: KDE 4.3 Features

Mir gefällts ziemlich gut, gerade die kleinen Änderungen, wie das permanente Notification-Icon runden KDE 4 langsam aber sicher ab. Vom neuen Theme war ich ja schon vorher begeistert.

In Ubuntu 9.10 wird KDE 4.3 bereits Standard sein. Um auch in 9.04 KDE auf Version 4.3 zu heben, muss das Kubuntu-Backports-PPA in die Software-Quellen eingebunden werden:
deb http://ppa.launchpad.net/kubuntu-ppa/backports/ubuntu jaunty main
Dann fügt man noch den GPG-Key für das Repository hinzu:
gpg --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv 2836CB0A8AC93F7A
gpg --export --armor 2836CB0A8AC93F7A | sudo apt-key add -

Anschließend macht man ein Update, und die aktuelle KDE-Version wird installiert.

CouchDB – Die total relaxte Datenbank

CouchDBWer sich, aus welchen Gründen auch immer, mit Datenbanken beschäftigen muss, der wird mit Sicherheit schon an SQL-basierten Datenbanken vorbeigekommen sein. Der ein oder andere mag sich dabei auch gefragt haben, ob das wirklich so kompliziert sein muss, denn das sind relationale Datenbankmodelle, zumindest für meinen Kopf.

Eine mögliche Antwort auf diese Frage, könnte "Nein" lauten. Belegen werde ich diese knappe Aussage auch, und zwar mit CouchDB. CouchDB ist zum einen eine dokumentbasierte Datenbank. Das kann man sich so vorstellen, wie eine Ansammlung von Word/OpenOffice-Dokumenten, von denen jedes Dokument einen Datensatz, im Vergleich (kein allzu Guter) also eine Zeile aus einer SQL-Tabelle darstellt. Ob das jetzt zur Vereinfachung beiträgt, sei mal dahingestellt. Viel wichtiger ist, und das ist Punkt 2, dass CouchDB nicht Schema-basiert ist. Man muss also sein Datenbankmodell nicht bis ins kleinste Detail austüfteln bevor man mit der Programmierarbeit startet, sondern man entspannt sich erstmal und haut dann einfach in die Tasten.

Viel besser erklären als ich, können das Konzept hinter CouchDB allerdings Jan Lehnardt und Alexander Lang, die im Chaosradio Express Nummer 125 einen zwar langen, aber sehr interessanten Einblick in die Welt des unglaublich entspannten Datenbankens gewähren.

Und damit die Zeit während des Downloads nicht so lang wird, hier noch ein paar Links zum Thema mit auf dem Weg:

CouchDB - Offizielle Seite

CouchDB - en.wikipedia.org

CouchDB - A use case - kore-nordmann.de

Falls Interesse besteht würde ich auch ein kleines Tutorial zur Kompilierung der aktuellen Version unter Ubuntu bereitstellen. Bedarf kann in den Kommentaren angemeldet werden 😉

Vögelchen aufpoliert: Songbird 1.1.1

Seit gestern gibts die nächste Evolutionsstufe des freien Musikplayers Songbird. Neu in Version 1.1.1 hinzugekommen sind unter anderem folgende Features:

  • Herunterladen von Albumcovern per Mausklick
  • Automatischer Import von neuen Musiktiteln in überwachten Ordnern
  • Unterstützung von ReplayGain

Verbessert wurden:

  • Bessere Sortierung in der Bibliothek (Unicode, Handling von "A" und "The")
  • Größe des Installer (45% kleiner)
  • Speicherverbrauch im Betrieb
  • Lückenlose Wiedergabe (Gapless Play)

Quellpakete für Linux, sowie Installer für Windows und MacOS X gibt es hier: http://getsongbird.com/download/

Pakete für Ubuntu Hardy und Intrepid (32+64bit) gibt es auf http://www.getdeb.net/app/Songbird

Geld für OpenSource…

...muss man ja bekanntlich selten entrichten. Die Projekte werden größtenteils von Sponsoren und Spendengeldern finanziell unterstützt.

Natürlich geht es beim Thema OpenSource nicht nur um die Projekte selbst, sondern auch, wenn nicht sogar hauptsächlich, um die Community, die dahinter steht. Und da sind wir auch schon direkt beim Thema.

Konkret geht es mir um den ubuntu Deutschland e.V., der zur Zeit eine Spendenaktion, für den Stand auf der diesjährigen Cebit, laufen hat. Gebraucht wird das Geld um die Standgebühr zu zahlen, ein vierstelliger Betrag (genauer wirds nicht).

Darum auch meine Bitte an euch: Wenn ihr irgendwo ein paar Euro rumliegen habt und ihr des öfteren Mal in der deutschen Ubuntu Community (namentlich www.ubuntuusers.de) unterwegs auf der Suche nach Hilfe seid, dann schmeißt mal das Online-Banking oder Paypal an und unterstützt den Verein.

Alles was den Betrag, der für den Stand benötigt wird, übersteigt fließt natürlich in die Community zurück und könnte zum Beispiel dazu genutzt werden den Servern auf denen ubuntuusers.de zu Hause ist mal ein wenig Beine zu machen.

Mehr zum Auftritt auf der Cebit findet ihr im ubuntuusers-Ikhaya, Helfer für den Stand werden nämlich auch noch gesucht!