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Meine Top 5 Web Applikationen

Hier kommen mal die Top 5 meiner Lieblingswebapplikationen, also diejenigen Applikationen, die man (theoretisch) von jedem Ort dieser Welt aus bedienen kann, vorrausgesetzt der Ort verfügt über einen Internet-Zugang und einen geeigneten Browser.

Remember The Milk

Da wäre zunächst Remember The Milk, schnell umschrieben eine To-Do-Liste auf Steroiden. Zusammen mit dem Firefox-Addon zur Integration in Google Mail für mich die kompletteste To-Do-Liste, die man derzeit im Web finden kann. Ausserdem gibt es Unterstützung für

  • Google Calendar
  • iGoogle
  • iPhone/iPod touch
  • Blackberry/Windows Mobile (nur mit kostenplichtigem pro-Account)
  • mobile Browser (z.B. auf Handys)

Einen Überblick über alle Funktionen von Remember The Milk gibt es hier.

Instapaper

So einfach wie Instapaper auch gestrickt ist, so genial ist es auch. Über ein Bookmarklet im Browser lassen sich Seiten, für die man gerade keine Zeit hat sie zu lesen, fürs spätere Lesen aufbewahren. Ursprünglich für das iPhone entworfen sollte Instapaper aber auch in allen anderen Javascript-fähigen Browsern funktionieren. Klein aber fein, kann man da nur sagen.

delicious

Ich denke über delicious.com brauche ich nich allzu viele Worte zu verlieren. So gut wie jeder kennt den Social-Bookmarking Service. Zusammen mit der Firefox-Erweiterung (Tools für andere Browser sind ebenfalls vorhanden) ein gutes Tool um seine Bookmarks auf verschiedenen Rechnern benutzen zu können. Oder eben auch um neue interessante Seiten zu finden, Social Bookmarking eben 😉

Google Apps

Definitiv meine meistgenutzte Applikations-Gruppe. Man mag ja zu Google stehen wie man möchte, aber die Kombination von Mail-Client, Kalender, Feed-Reader und Dokumenten-Verwaltung ist für mich im Moment nich mehr wegzudenken. Mein kompletter Mail-Verkehr läuft über GMail, natürlich mit Backup zu Hause. Meine Termine verwalte ich mit Google Calendar in Kombination mit Remember The Milk. Mit dem Google Reader kann ich von jedem Rechner aus meine Feeds durchblättern und mich nicht durch tausende ungelesene Nachrichten wühlen wenn ich mal ein paar Tage vom heimischen Rechner getrennt bin. Google Docs ist mit Sicherheit (noch) keine vollständige Office-Suite wie OpenOffice.org z.B. aber für den Standard-Kram reicht es allemal. Auch die Möglichkeit der Kollaboration an Dokumenten ist ein guter Grund Google Docs mal zu testen.

Daneben gibt es natürlich noch einige andere Dinge in der Google-Welt, wie zum Beispiel Google Maps und das Google Notebook, das ich allerdings nicht so sehr gelungen finde bisher, da gibt es deutlich bessere Alternativen.

soup.io

Ein Anbieter für Tumblelogs, also kleine Blogs (aber auch wieder kein Microblogging), auf denen einzelne Bilder, Links und ähnliches schnell gepostet werden können. Bei mir dient soup.io hauptsächlich als Linkblog in dem verschiedene Dienste zusammenlaufen. Unter anderem meine Shared Items aus dem Google Reader, meine Delicious Links, meine Unreads bei Instapaper. Quellen können im RSS-Format beliebig hinzugefügt werden, oder man kann eben manuell Posts hinzufügen (praktischerweise über ein Bookmarklet)

Und jetzt noch eine kleine Challenge: Versucht mal auf der "Jetzt auf Soup"-Seite von soup.io (oben auf "Jetzt auf Soup" klicken) nach ganz unten zu scrollen...wers schafft bekommt ein Eis (oder vll doch lieber eine heiße Schokolade, bei dem Wetter)!

Und ihr?

Irgendwelche Ergänzungen eurerseits? Irgendwas was ich auf jeden Fall mal testen sollte? Her damit! Am besten per Kommentar, per Jabber (zeroathome@jabber.ccc.de) oder per identi.ca (http://identi.ca/zero)

3 phpMyAdmin Alternativen

phpMyAdmin ist, wenn es um die einfache und vor allem plattformübergreifende Administration von SQL-Datenbanken geht, kaum noch wegzudenken. Einzig die Komplexität macht die Bedienung teilweise zu einem ziemlichen Such-und-Find-Spielchen.

Doch es gibt Alternativen, die teilweise durch ihre Einfachheit, oder durch ihre durchdachte Oberfläche, überzeugen können. Hier ein kleiner Vergleich der drei Kandidaten phpMiniAdmin, phpMinAdmin und SQL Buddy.

phpMiniAdmin

Login Maske von phpMiniAdmin Bedienungoberfläche phpMiniAdmin

Installation

Als spartanischste der drei Alternativen kommt phpMiniAdmin in Form einer einzigen 22kb schweren php-Datei daher. Sieht man dagegen das phpMyAdmin-Paket mit knappen 1,5MB in der kleinsten Paketierung ist das schonmal bemerkenswert. Diese Datei legt man an einen per Webserver erreichbaren Platz und ruft sie im Browser auf.

Konfiguration

Konfiguration in diesem Sinne gibt es keine, man meldet sich einfach nach Aufruf des Skriptes mit einem in MySQL vorhandenen Benutzer an und wählt eine Tabelle aus, die man bearbeiten kann. Einfacher gehts definitiv nicht.

Bedienung

Die Leichtgewichtigkeit macht sich leider auch in der Bedienung bemerkbar. Aber eher negativ, denn es fehlen doch so einige Funktionen, die man eventuell vermissen könnte. Zum Beispiel eine Funktion zum Anlegen neuer Datenbanken oder Tabellen. Es sind nur Basisfunktionen wie Anzeige des Tabellenlayouts, das Löschen, Optimieren, Reparieren, Exportieren und Importieren vorhanden. Alles weitere muss über von Hand geschriebene SQL-Queries in einem Textfeld ausgeführt werden.

Fazit

Um eine Alternative zu sein, ist phpMiniAdmin meiner Meinung nach ein wenig zu spartanisch geraten. Denn wenn ich eh fast alle Aktionen per SQL-Query ausführen muss, dann kann ich das auch auf der Konsole erledigen und kann mir auch den wirklich winzigen 22kb sparen.

phpMinAdmin

Installation

Auch hier ist es wieder mit dem Download einer einzelnen php-Datei getan, die aber mit ~150kb immerhin 6x so groß ist wie die von phpMiniAdmin. Auch diese läßt sich nach dem Platzieren an einen für den Webserver erreichbaren Ort einfach im Browser aufrufen.

Konfiguration

Auch hier ist die Konfiguration mehr als einfach: Host eingeben auf dem MySQL installiert ist, Benutzername und Passwort darunter und schon ist man drin.

Bedienung

phpMinAdmin kommt schon wesentlich Featurereicher daher und bietet im Prinzip alles was phpMyAdmin auch kann, aber alles ein wenig aufgeräumter. Und rein subjektiv betrachtet auch eine Ecke schneller. Funktionen die in phpMiniAdmin fehlen sind hier ebenso selbstverständlich wie die Unterstützung von 10 unterschiedlichen Sprachen. Große Schwächen sind mir auf den ersten Blick nicht aufgefallen.

Fazit

Auf den ersten Blick ist phpMinAdmin eine wirklich gute und ausgereifte Alternative zum Schwergewicht phpMyAdmin. Die einfache Installation, Konfiguration und auch die Bedienung können überzeugen. Klare Empfehlung zum Testen!

SQL Buddy

Installation

Im Gegensatz zu den ersten beiden Kandidaten kommt SQL Buddy mit einer ausgewachsenen Ordner-Struktur daher, wiegt aber im Download auch nur schmale 250kb. Installation ist ähnlich einfach wie die der Vorgänger, einfach den im Paket enthaltenen Ordner an einen für den Webserver erreichbaren Ort legen und den Speicherort per URL im Browser aufrufen.

Konfiguration

Konfiguration gibt es auch hier keine große. Genau wie bei phpMinAdmin reicht die Eingabe von Hostname, Benutzenamen und Passwort.

Bedienung

Sofort fällt auf, das bei SQL Buddy nicht nur auf Funktion, sondern auch auf die Form geachtet wurde. Salopp gesagt ist es quasi das Web2.0 der php-MySQL-Administratoren. Die Ladezeiten sind erfreulich kurz und Funktionen lassen sich im Vergleich zu phpMyAdmin und phpMinAdmin keine vermissen. Die Leiste am oberen Bildrand zeigt unterschiedliche Funktionen, je nachdem in welcher Ansicht man sich gerade befindet. Alles in allem eine sehr flüssige und intuitive Bedienung die SQL Buddy da bietet.

Fazit

Klare Empfehlung auch hier, auf jeden Fall für alle die ein wenig Wert auf Eyecandy legen. Aber auch die Bedienung der AJAX-Oberfläche ist sehr gut und man fühlt sich fast wie in einer Desktop-Applikation. Funktionen habe ich, beim Schönling unter den Kandidaten, ähnlich wie bei phpMinAdmin auf den ersten Blick keine vermisst.

Größe Installation Konfiguration Bedienung Gesamt
phpMyAdmin 1,5-2,5 MB ++ - o o
phpMiniAdmin ~22KB +++ + - +
phpMinAdmin ~150KB +++ +++ +++ +++
SQL Buddy ~250KB ++ +++ +++ ++

Das neue Google OS…äh, Browser…

Google Chrome, so soll er heißen, der Browser den Google heute im Laufe des Tages auf die Öffentlichkeit loslassen wird.

Ziemlich gut geheimgehalten haben sie das ganze. Zumindest bis gestern diesen Comic etwas verfrüht an Google Blogoscoped geschickt hat. Darin werden die Features des Browsers etwas näher beleuchtet. Neben einigen Leihgaben aus dem Mozilla-Projekt und aus der Webkit Browser Engine, finden sich auch einige innovative Neuentwicklungen in Google Chrome.

Eine davon ist das Konzept, das jeder Browser-Tab in einem eigenen Prozeß läuft. Das ist in dem Sinne praktisch, dass wenn zum Beispiel eine dieser vollgestopften Web2.0-Ajax Seiten mal abschmiert, reißt sie nicht direkt den ganzen Browser und alle anderen Tabs mit, sondern nur den einen Tab in dem die Website läuft. Vom Prinzip her, das gleiche Verhalten wie in eurem Betriebssystem, mit Taskmanager und allem drum und dran. Wie sich das allerdings auf den Speicherhunger auswirkt bleibt abzuwarten.

Zweite Innovation ist die neu entwickelte Javascript-Engine V8, die zum Beispiel den eigentlich Klassenlosen Javascript-Objekten versteckte Klassen zuweist wenn sie die gleichen Eigenschaften haben. Weiterhin wird der Javascript-Quellcode von V8 direkt in Maschinen-Code übersetzt, der direkt auf der CPU ausgeführt werden kann, und nicht wie bei anderen JS-Engines zuerst interpretiert werden muss. Klingt als würde es Zeit sparen 😉

In punkto Sicherheit wurde natürlich auch einiges neues Implementiert. So läuft zum Beispiel jeder Tab in einer Art Sandbox, die es den Skripten innerhalb des Tabs nicht erlaubt auszubrechen und zum Beispiel Schadprogramme auf dem Rechner des Nutzers zu installieren.

Und das beste, Google veröffentlicht den Source-Code von sämtlichen Komponenten, was insbesondere im Falle der JS-Engine zu einigen Performance-Verbesserungen, im Bereich der OpenSource-Browser, in den nächsten Jahren und Monaten führen könnte.

Aber genug geschwafelt. Falls euch die weiteren Neuerungen (ja, noch mehr) interessieren dann schaut euch den Comic an, und wenn ihr damit fertig seid kommt ihr wieder und sagt mir was ihr davon haltet! Oder diskutiert auf Identi.ca darüber!

Mehr Informationen:

A fresh take on the browser - Official Google Blog

\me auf Identi.ca

Nachdem ich ja neulich mal über Identi.ca geschrieben hatte, und mit Twitter nicht so richtig warm werden wollte wird ab sofort des öfteren auf Identi.ca gemicrobloggt!

Dazu findet man mich hier: http://identi.ca/zero

Dazu gibts auch gleich noch eine Software-Empfehlung, die mich eigentlich erst wieder auf den Dienst aufmerksam gemacht und mich dazu bewogen hat auch in Zukunft ein wenig damit rumzuspielen.

Dabei handelt es sich um twhirl, eine Adobe AIR Anwendung (Installation von AIR unter Linux), die das Microbloggen deutlich komfortabler macht. Und da twhirl in der neuesten Version auch Identi.ca unterstützt, trifft sich das alles ja wunderbar!

Für Neulinge im Microblogging-Business empfehle ich mal eben noch ein kleines Blog weiter: Oh, Identi.ca!

Dort gibt es zum Beispiel eine Quickstart-Anleitung zum Start bei Identi.ca, oder einen Mini-Guide für den Umstieg von Twitter zu Identi.ca.

Und Action!

How2Help OpenSource Teil 2: Wikis

Der zweite Teil der Reihe How2Help OpenSource wird das Thema Wikis etwas näher beleuchten und zeigen man die ersten Klippen beim schreiben eines Artikels umschifft.

Warum?

Wikis sind Gang und Gebe im modernen Internet und bieten sowohl die Möglichkeit öffentliche als auch, zum Beispiel, firmeninterne Wissensdatenbanken zu erstellen. Ein Vorteil eines Wiki besteht darin, dass im Prinzip jeder dazu beitragen kann, diese Datenbanken zu erweitern. Dies wird zum einen dadurch ermöglicht, dass zum Hinzufügen oder ergänzen eines Artikels kaum Programmierkenntnisse benötigt werden. Jede Wiki-Software verfügt über eine Art Auszeichnungssprache, mit der die Formatierung des Textes von statten geht und die meist relativ schnell und leicht zu erlernen ist.

Um diese Datenbanken zu füllen wird aber schlichtweg Manpower gebraucht, die eine Einzelperson oder eine kleine Gruppe nur selten Aufbringen kann. Aber dafür gibt es ja die Communities rund um die Projekte, die durch die Mitarbeit am Wiki, auch ohne Programmierkenntnisse aktiv am Fortschritt des Projektes Anteil haben kann.

Wie?

Der einfachste Start in einen Wiki-Artikel ist sicherlich der, wenn man gerade selbst etwas erfolgreich auf dem eigenen Rechner installiert oder eingerichtet hat. Dann sollte man sich nicht scheuen das eigene Vorgehen festzuhalten und anderen zur Verfügung stellen.

Dazu ist es natürlich nötig das eigene Vorgehen genau zu protokollieren und so wiederzugeben, dass es auch von weniger erfahrenen Nutzern nachvollzogen werden kann.

Allerdings sollte man dabei einige Regularien nicht außer Acht lassen:

  • Das Vorgehen planen: Wenn man einige Vorüberlegungen zum bevorstehenden Artikel macht, fällt das schreiben meist leichter und man landet nicht so leicht in einer Sackgasse.
  • Immer nur ein Thema pro Artikel: Bestes Beispiel sind Kommandozeilen-Programme und eine GUI um dieses grafisch zu bedienen. So sollte für die Installation/Einrichtung des eigentlichen Programmes und der GUI jeweils ein eigener Eintrag ins Wiki erfolgen.
  • Am Anfang des Artikels sollte man die Voraussetzungen zur Durchführung der im Beitrag Schritte auflisten. Dies können sowohl Anforderungen an Hardware oder Software als auch an die Kenntnisse des Lesers sein.
  • Keinen Roman schreiben. Kurze, knappe, aber trotzdem verständliche Anweisungen sind vorzuziehen.

Natürlich gibt es je nach dem in welchem Wiki man sich betätigt, noch einiges mehr an Regeln und Vorschriften, wie der fertige Artikel auszusehen hat. Deshalb sollte man sich die Konventionen des Wikis zu dem man beitragen möchte genau ansehen und falls Unklarheiten (auch während dem Schreiben) auftauchen nicht scheuen die Betreiber um Rat zu fragen.

Schwierigkeiten:

Da es leider noch keinen allgemein anerkannten Standard für die sogenannte Wiki-Syntax gibt, also die Befehle mit denen man den Text formatiert, gibt, unterscheiden sich die Befehle von Wiki-System zu Wiki-System. Größtenteils bieten die Systeme aber WYSIWYG-Editoren, die die wichtigsten Funktionen per Klick zur Verfügung stellt. Die Hürde zum Einstieg ist also generell relativ niedrig und auch Laien sollten nach kurzer Zeit ansprechende Ergebnisse erzielen können.

Wo?

Wikis gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Fast jedes OpenSource-Projekt verfügt über ein angeschlossenes Wiki, das oft als Sammlung für die Dokumentation der Software dient. Aber auch Exoten gibt es, so zum Beispiel Wikia Search, eine Suchmaschine, die auf dem Prinzip eines Wikis beruht.

Für den Start, hier ein paar Wikis zum stöbern:

Natürlich sind das nur ein paar Beispiele, jede Menge mehr Wikis warten draußen im Internet auf eure Mitarbeit.

Mehrwert?

Der Mehrwert eines Wikis sollte eigentlich klar sein. Erstens als Training für euch selbst, zweitens als Spickzettel für spätere Aufgaben und drittens helft ihr natürlich dabei neuen Nutzern den Einstieg in die OpenSource Welt so einfach wie möglich zu machen. Die Dokumentation einer Software verschlingt Unmengen an Zeit, die gerade kleine OS-Projekte nicht immer alleine aufbringen können. Also, lasst andere an euren Erfolgen und eurem Wissen teilhaben und meldet euch noch heute bei eurem favorisierten Wiki an 🙂