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Netzbetankung – iTunes (DAAP) Server unter Linux

air-fuel

Heute mal etwas kurzes für zwischendurch. iTunes ist sicher so gut wie allen ein Begriff, und einige haben mit Sicherheit auch schon von dessen Fähigkeit gehört haben, die iTunes Musikbibliothek im Netzwerk bereitzustellen. Die Standard-Audio-Player unter Ubuntu (Rhythmbox) und Kubuntu (Amarok) sind in der Lage auf diese sogenannten DAAP-Shares zuzugreifen und so Musikstücke aus der entfernten Bibliothek abzuspielen.

Nun ist es so das iTunes zwar für den Mac und für Windows erhältlich ist, nicht aber für Linux. Allerdings wurde das DAAP-Protokoll durch Reverse Engineering nachempfunden und auf Linux portiert. Die daraus entstandene Software hört auf den Namen mt-daapd, oder etwas eingänglicher und vielleicht ein wenig bekannter: Firefly-Media-Server.

Doch nun zur Tat:

Das für den Betrieb nötige Avahi ist in den neueren Ubuntu-Versionen (>6.10) bereits vorinstalliert und aktiviert. Daher muss nur noch der eigentliche Server installiert werden:

sudo apt-get install mt-daapd

Anschließend ist noch ein wenig Konfiguration von Nöten, wobei ich mich hier auf das wichtigste beschränken werde:

sudo vim /etc/mt-daapd.conf

Darin müssen folgende Zeilen angepasst werden:

admin_pw = passwort - hier ist das Passwort für das Webinterface anzupassen.
mp3_dir = /pfad/zur/musik - Hier muss das Verzeichnis das die Musik beinhaltet angegeben werden.

Optional können noch
servername = Name des Servers
und
password = passwort
angepasst werden.
Zu guter Letzt sollte man noch darauf achten das das Musik-Verzeichnis vom Benutzer mt-daapd gelesen werden kann:

sudo chmod -R a+r /pfad/zur/musik - Damit kann jeder auf dem System vorhandene Benutzer lesend auf die Musik zugreifen
Anschließend startet man den Dienst neu: sudo /etc/init.d/mt-daapd restart und checkt ob das Web-Interface unter "http://serverip:3689" verfügbar ist. Das sollte dann so aussehen:

mt-daapd Web-Interface

Hier kann dann mit der Schaltfläche "Start Full Scan" das Musikverzeichnis eingelesen werden. Sollte anschließend unter Songs weiterhin eine "0" stehen, stimmt etwas mit den Leserechten des Musikverzeichnisses nicht!

Damit ist der Server eingerichtet und sollte in Mediaplayern wie iTunes, Amarok, Rhythmbox (Plugin muss aktiviert werden) verfügbar sein. Viel Spass beim Musikgenuss!

Bild: flickr

DVD-Ripper Handbrake jetzt mit Linux GUI

Der beliebte und für Linux, Mac und Windows erhältliche DVD2MPEG-4 Konverter Handbrake gibt es in der neuesten Version auch mit einer GUI für Linux. Bisher war dort nur die Bedienung auf der Kommandozeile möglich.

Ausserdem neu in Version 0.9.3:

  • nahezu alle Arten von Videoquellen werden akzeptiert, man ist nicht mehr nur auf DVDs beschränkt
  • Verbesserung der Qualität von x264 kodierten Videos
  • Audio-Video-Synchronisation
  • Unterstützung für den Ogg Theora Codec

Handbrake bietet viele Presets zur Aufbereitung von Videodaten für das Abspielen auf vielen verschiedenen Geräten, darunter:

  • Apple iPod/iPhone, AppleTV
  • Sony PSP/PS3
  • Xbox360

Zum Download zur Verfügung stehen 32- und 64-bit Versionen für Ubuntu Intrepid, sowie ein Source-Package für das Selbstkompilieren auf anderen Linux-Distributionen.

Achtung: Unter Intrepid musste ich das Paket libgtkhtml3.14-19 installieren, sonst startete Handbrake nicht!

Amarok 2.0 für Intrepid

Nachdem am Montag die 3. beta von Amarok 2.0 veröffentlich wurde, hier mal eine kurze Anleitung zur Installation unter dem letzten Ubuntu-Release Intrepid Ibex.

Aber Vorsicht: Unter Intrepid wird der bereits installierte Amarok 1.4 ersetzt, ein Parallelbetrieb ist mit dieser Anleitung nicht möglich! Zudem ist Amarok immer noch im Beta Status, weiteres dazu am Ende dieses Artikels.

Zuerst das Kubuntu Members Personal Package Archive zu den Apt-Quellen hinzufügen:

deb http://ppa.launchpad.net/kubuntu-members-kde4/ubuntu intrepid main

Dieses muss in die sources.list eingetragen werden. Oder man lädt diese Datei herunter und legt diese als root in das Verzeichnis
/etc/apt/sources.list.d/
Anschließend folgt ein
sudo apt-get update
Und anschließend die Installation mit
sudo apt-get install amarok-kde4

Damit wird (falls vorhanden) der vorhandene Amarok 1.4.10 entfernt und Amarok 2.0 beta3 installiert.

Noch einmal der Hinweis: Amarok befindet sich in der Beta Phase, das heißt es können noch Probleme mit einigen Komponenten auftreten, die bis zur völligen Unbenutzbarkeit führen können. Falls euch irgend etwas auffällt, ob nun gravierend, oder auch nur Kleinigkeiten, helft den Entwicklern und schreibt einen Bugreport.

Für Amarok solltet ihr euch dafür auf dem KDE Bugtracker anmelden und den Assistenten nutzen um den Bug den Entwicklern mitzuteilen.

…läuft! [Intrepid]

Nach dem Umstieg auf Kubuntu 8.10 am Wochenende kommt hier ein kleines "der Tag danach" Zwischenfazit.

Allgemein

Ja, was soll ich sagen, der Steinbock springt fröhlich rum. Keine größeren Probleme bei der Installation. Einzig das Java-Browser-Plugin macht mir noch ein wenig Sorgen, da Firefox auf Seiten mit Java-Applets abschmiert (Tipps willkommen). Flash funktioniert soweit, lediglich bei Flash-Uploadern, wie zum Beispiel dem in WordPress oder auf picnik.com wehrt es sich beharrlich zu funktionieren. Die Verschlüsselung war mit Wiki-Hilfe kein Problem und macht sich im Hintergrund nicht bemerkbar.

KDE4.1

Prinzipiell bin ich erst einmal echt begeistert was die KDE-Jungs da auf die Beinchen gestellt haben. Jeden Tag findet man Kleinigkeiten, die einem den Desktop-Alltag ein wenig erleichtern. Weiter so.

Klar, ab und an mal schmiert noch Dolphin, oder auch mal Plasma ab, aber im großen und ganzen ist KDE4 absolut benutzbar. Vielleicht nicht im Unternehmenseinsatz, aber für den Normalbenutzer durchaus eine Alternative zu KDE3.

Die neuen Desktop-Effekte die nativ in KDE4 enthalten sind, runden die Sache schön ab, allerdings fehlen noch einige Dinge, die Compiz mehr bietet. Deshalb läuft hier auch KDE mit abgeschalteten Effekten und Compiz obendrauf. Allerdings sollen mit 4.2 noch einige Dinge dazu kommen, die vielleicht Compiz dann überflüssig machen könnten, was zu wünschen wäre.

Eine Sache, die mich massiv stört, ist das sich zum Beispiel das Uhr-Widget oder das Tray-Widget extrem breit machen, wenn man die Fensterleiste deaktiviert. Nichts weltbewegendes, aber irgendwie unschön. Sehr schön dagegen finde ich die Idee Ordner als Ansichten auf dem Desktop platzieren zu können. Genial einfache Idee, aber sehr sehr nützlich.

Hardware

Wow, kann ich da nur sagen. Fast alles funktioniert und das komplett out-of-the-box. W-Lan, Maus-Extratasten (vorher nur schwierig möglich für die VX Revolution), Bluetooth, Webcam und Suspend-To-Ram laufen absolut ohne Nacharbeiten. Grandios.

Etwas Nacharbeit erforderte hingegen die Grafikkarte, aber alles nichts was man nicht mit einem Blick in eines der diversen Wikis da draußen lösen kann. Das einzige was nicht funktioniert ist Suspend-To-Disk, aber auch da hab ich schon einen leichten Verdacht.

Fazit

Alleine schon wegen dem funktionierenden Suspend-To-Ram hat sich der Umstieg gelohnt. KDE4 mausert sich langsam zur wirklichen Alternative zur Vorversion. Was die 64-bit Geschichte in Zukunft noch an Problemen/Vorteilen bringen wird bleibt von meiner Seite aus abzuwarten. Wirkliche Vorteile für mich persönlich sehe ich noch keine, außer das ich jetzt Bugreports dafür schreiben kann 😉

Fragen? Anmerkungen? Tipps? Kommentare! 😛

klibc und wicd in ArchLinux updaten

Da mein IBM X21 seit einer Woche unter Arch Linux seinen Dienst verrichtet, hier mal eben ein paar Tipps zu den neuesten Updates:

klibc

Beim Versuch klibc auf die neueste Version (klibc-1.5.14-1) zu aktualisieren gibt pacman einiges an Fehlermeldungen aus und beendet die Aktualisierung auch nicht. Dagegen hilft folgendes als 'root' ausgeführt:

rm /usr/lib/klibc/include/asm

Danach sollte das Update ohne Probleme durchlaufen.

wicd

Beim Update auf Version wicd 1.5.3 finden sich so allerhand Probleme (übrigens auch unter Ubuntu), die ein Arbeiten unmöglich machen. Dagegen hilft unter Arch folgendes vorgehen (vorrausgesetzt man hatte eine vorhergende Version installiert und das Paket dafür liegt noch im Package-Cache):

Paket noch im Cache?

ls /var/cache/pacman/pkg/wicd*

Dort sollte zum Beispiel das Paket 'wicd-1.5.1-3-i686.pkg.tar.gz' auftauchen. Dann kann dieses mit diesem Befehl wieder installiert werden:

pacman -U wicd-1.5.1-3-i686.pkg.tar.gz

worauf wicd wieder einwandfrei funktionieren sollte.
Um wicd nicht beim nächsten Mal wieder zu aktualisieren sollte das Paket beim nächsten Update-Lauf ignoriert werden, und das geht so:

vim /etc/pacman.conf

und dort folgende Zeile einfügen:

IgnorePkg = wicd

Problem gelöst, Tag gerettet!

Warum eigentlich ArchLinux? Das erklär ich dann vielleicht später mal, falls Interesse besteht 😉